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Gesundheit

Die Entgiftung des Körpers

Vor allem in der Naturmedizin ist immer wieder von der „Entgiftung des Körpers“ die Rede, vom Ausscheiden diverser Schadstoffe. Die heutige Schulmedizin hat sich von diesem Konzept weitestgehend abgewandt. Christopher Vasey aus Chamby bei Montreux beschreibt aus seiner praktischen Erfahrung, warum gezielte Entgiftungsmaßnahmen dennoch ein wichtiger Schlüssel zur Gesundheit sein können.

In früherer Zeit sahen Therapeuten die Ursache vieler Krankheiten in einer Anhäufung von unerwünschten Substanzen im Körper. Diese sogenannten „Toxine“ vergiften demnach das Blut und verhindern das harmonische Funktionieren des Organismus. Dies hat Abwehrreaktionen verschiedenster Art zur Folge, da der Körper darum bemüht ist, sich von vergiftenden Substanzen zu befreien. Die vielfältigen Reaktionen – zum Beispiel Schnupfen, Bronchitis, Ekzeme, Geschwüre, usw. – entspringen demnach ein und demselben Bemühen des Körpers: sich zu entgiften.

Die Behandlungsmethoden, die sich aus dieser Betrachtungsweise ergaben, bestanden folglich darin, dem Körper einerseits dabei zu helfen, sich von den belastenden Substanzen zu befreien und andererseits die Nahrungszufuhr zu regulieren, um so die Quelle der Belastung zum Versiegen zu bringen.
Diese klare und einfache Logik, die Kranke Jahrhunderte hindurch entlastete und heilte, behält ihren Wert – obwohl sie von der modernen Medizin aufgegeben wurde.

Das Körpermilieu

Es gibt eine präzise, ideale Zusammensetzung des sogenannten „inneren Milieus“, die das gute Funktionieren des Organismus garantiert. Jede zu große quantitative oder qualitative Abweichung der Zusammensetzung des Körpermilieus führt zur Krankheit.

Wenn infolge übermäßiger Nahrungszufuhr oder der Einnahme von Alkohol oder Medikamenten das Körpermilieu ausnahmsweise einmal etwas mit Giftstoffen belastet wird, so hat dies keine dramatischen Folgen, denn der Körper ist fähig, sich selbst zu entgiften, um so wiederum eine ideale Zusammensetzung des Körpermilieus herzustellen. Wenn jedoch diese Abweichungen zur Gewohnheit werden, vielleicht sogar jeden Tag provoziert werden, dann ist der Körper in seinen Möglichkeiten, das Gleichgewicht wieder herzustellen, schnell überfordert.

So sammeln sich die Abfallstoffe im Blut an und lagern sich schließlich auf den Gefäßwänden ab; der Durchmesser der Gefäße vermindert sich, und das Blut wird verdickt; die Blutzirkulation wird zunehmend schlechter; der Austausch zwischen dem Blut und dem Zellserum verlangsamt sich; Abfallstoffe, die regelmäßig von den Zellen ausgeschieden werden, sammeln sich in den Geweben an, statt den Organismus schnell zu verlassen; die Organe können ihre Arbeit nicht mehr richtig verrichten, Leber und Nieren sind mit der Reinigung der Körpersäfte überfordert. Alle Abläufe sind gestört, auf der Zellebene ebenso wie in Bezug auf Enzyme, weiße Blutkörperchen oder diverse biochemische Reaktionen.

In der Naturmedizin wird die Verunreinigung der Körpersäfte als Ursache der Krankheit betrachtet, denn dieser Zustand einer Verschmutzung findet sich bei allen Krankheiten. Er bildet ihre eigentliche Natur, ihre gemeinsame Basis. Demzufolge verschlimmert sich der Allgemeinzustand nicht, weil eine Krankheit in den Körper eintritt, sondern es ist genau umgekehrt: weil sich das Körpermilieu verschlechtert, kann die Krankheit in Erscheinung treten bzw. sich entwickeln.

Abwehrreaktionen

Der Körper bleibt dem Andrang der belastenden Substanzen in den Geweben gegenüber kein „passiver Beobachter“. Er reagiert aktiv, um die Toxine, die ihn vergiften, zu neutralisieren und auszuscheiden, damit sein physiologisches Milieu wieder gesunden kann.

Dieser Prozeß wurde auf wunderbare Weise von Thomas Sydenham, einem Arzt des 17. Jahrhunderts, auch „englischer Hippokrates“ genannt, mit folgenden Worten zusammengefaßt: „Die Krankheit ist nichts anderes als das Bemühen der Natur, welche, um den Kranken zu erhalten, mit allen ihren Kräften bemüht ist, ihn von den krankmachenden Substanzen zu befreien.“

Die Reinigung des inneren Milieus erfolgt über die Ausscheidungsorgane: Vermehrte Produktion von Bilirubin und Speichel, Erbrechen und Durchfall für den Verdauungstrakt; verdickter, saurer, brennender und mit Giftstoffen belasteter Urin für die Nierenwege; Schweißausbrüche, Pickel, Ekzeme für die Haut; Ausspucken von Schleim durch die Bronchien, Stirnhöhlen und die Nase.
Zahlreiche „Nebenwege“ können ebenfalls benutzt werden, um den Körper von den Abfallstoffen zu befreien: Speicheldrüsen, Gebärmutter, Mandeln, Tränendrüsen etc.

In verzweifelten Fällen schafft der Körper auch selbst „künstliche“ Ausgänge, um den Ansturm von Giftstoffen zu bewältigen: Hämorrhoiden, Fisteln, Geschwüre usw.
Wird ein Ausscheidungsorgan unfähig, seine Arbeit zu verrichten, so werden die Abfallstoffe zu einem anderen Organ umgeleitet. Nur wenn man sich dieser Verlagerung von Beschwerden bewußt ist, kann man verstehen, wie es kommt, daß jemand, kaum „geheilt“, die gleiche (oder eine andere) Krankheit erneut „erwischt“, welche dann wieder einer anderen Platz macht, die, abermals geheilt, wieder eine andere entstehen läßt usw.

Der Patient rennt also oft von einem Spezialisten zum nächsten, immer in der Hoffnung, geheilt zu werden. Das eigentliche Problem jedoch – die Verschlackung des Körpermilieus – bleibt ungelöst, die „Reinigungskrisen“ lösen einander ab und betreffen jedes Mal ein anderes Organ. Und wenn sich – bedingt durch das „Aufbegehren“ des Organismus und intensive Betätigung – die Ausscheidungsorgane erschöpfen oder Schaden erleiden, fügt sich auch leicht eine Infektion dazu, die dann ebenfalls geheilt werden will.

Pflegen heißt Ausscheiden

Wenn die eigentliche Ursache fehlender Gesundheit im Vorhandensein unerwünschter Substanzen im Organismus liegt, so bedeuten die Krankheitssymptome nichts anderes als das Bemühen des Körpers, sich von diesen Substanzen zu befreien. Und eine Therapie sollte diese Bemühungen logischerweise unterstützen. Heilung tritt ein, wenn die Toxine aus dem Körper ausgeschieden, die Gewebe wieder hergestellt sind, und wenn das Körpermilieu seinen normalen Zustand wieder erreicht hat.

Heilen bedeutet somit reinigen. Hippokrates, der Vater der Medizin, äußerte Folgendes: „Alle Krankheiten können mittels einiger Ausscheidungen geheilt werden, entweder durch den Anus oder durch die Blase oder durch eines der anderen Ausscheidungsorgane. Das Schweißorgan ist eines, welches allen Übeln entspricht.“

Entschlackungskuren sind demnach Mittel, die uns helfen, den Organismus zu reinigen, entsprechend einem Wort von Hippokrates, welches lautet: „Die Medizin ist die Kunst, die Heilungsvorgänge der Natur zu imitieren.“ Entschlackung bedeutet, die Filtertätigkeit des Blutes und die Ausscheidung der Toxine durch die verschiedenen Ausscheidungsorgane, über die der Körper verfügt, anzuregen.

Diese Ausscheidungsorgane sind die Leber, der Darm, die Nieren, die Haut und die Atemwege. Die dazu angewendeten Mittel sind vielfältig. Es kann sich dabei um Heilpflanzen handeln, die Einnahme von Säften oder Nahrungsmitteln mit entgiftenden Wirkstoffen, das Stimulieren der Reflexzonen der Füße, Wassertherapie, Massagen, Darmwaschungen usw.

Die Ausscheidungsorgane stellen also die notwendigen Wege dar, über welche die Entschlackung erfolgen kann. Bei Entschlackungskuren sind alle Bemühungen auf sie gerichtet. Man trachtet darnach, den normalen Ausscheidungsprozeß wiederherzustellen oder auch die Ausscheidungen während einer gewissen Zeit zu erhöhen, um so Versäumtes nachzuholen.

Das Ausscheidungsorgan wird sich, sobald es durch die Entschlakungsmittel dazu angeregt wird, selbst von seinen Abfallstoffen reinigen, welche in seinen Geweben stagnieren und seine „Filter“ verschmutzen. Einmal gereinigt, wird es wieder fähig, das Blut richtig zu filtrieren. Dieses kann nun seinerseits die durchbluteten Gewebe von den dort angehäuften Toxinen entlasten und sie zu den Ausscheidungsorganen transportieren.

Eine Entschlackungskur unterstützt also die erhöhte Ausscheidung von Abfallstoffen durch die Ausscheidungsorgane.
Diese vermehrte Ausscheidung sollte man auch feststellen können: durch vermehrte oder regelmäßigere Darmentleerung; die dunklere Färbung des Urins, da dieser mit Toxinen gesättigt ist; verstärktes Schwitzen; freiere Atemwege, weil diese sich von belastenden Schleimstoffen reinigen.

Dieser sichtbaren Ausscheidung von Schlacken entspricht eine Verminderung von Giftstoffen in den Geweben. Das Körpermilieu wird wieder rein, und demzufolge verbessert sich auch der Allgemeinzustand, die Krankheiten verschwinden nach und nach. Die Möglichkeit einer Gesundung hängt natürlich von dem Umfang der durch die Schlacken entstandenen Schäden ab sowie von der Regenerationsfähigkeit der betroffenen Organe.

Entschlacken und Vorbeugen

Entschlackungskuren sind natürlich kein Allheilmittel, aber die Reinigung erlaubt es dem Organismus, wieder besser zu funktionieren. Für beschädigte oder erschöpfte Organe können noch spezifische Therapiemaßnahmen herangezogen werden: Heilpflanzen, um diese oder jene Organtätigkeit zu unterstützen; Spurenelemente, um Enzyme zu stimulieren; Vitamine, um die biochemischen Reaktionen zu aktivieren. Die Wirkung wird dabei stets um so besser sein, je grundlegender das Körpermilieu gereinigt wurde.

Sich auf spezifische therapeutische Behandlungen zu konzentrieren, kann aber nur ein Teil der Bemühungen sein, wenn es darum geht, Gesundheitsprobleme nachhaltig zu lösen. Entschlackungskuren müssen unbedingt die Grundlage jeder Therapie bilden, doch man darf sich nicht damit begnügen, die Schlacken fallweise aus dem Körper zu entfernen. Vielmehr muß von vornherein verhindert werden, daß sie in den Organismus eindringen. Dies ist durch eine Umstellung der Lebensweise und der Ernährungsgewohnheiten möglich.

Gesundheit hat diesen Preis: Man muß die „Ausgänge“ und die „Eingänge“ überwachen. Das Prinzip ist übrigens universal:

„Ausscheiden, was schlecht ist und nur aufnehmen, was gut ist.“


In früherer Zeit sahen Therapeuten die Ursache vieler Krankheiten in einer Anhäufung von unerwünschten Substanzen im Körper. Diese sogenannten „Toxine“ vergiften demnach das Blut und verhindern das harmonische Funktionieren des Organismus. Dies hat Abwehrreaktionen verschiedenster Art zur Folge, da der Körper darum bemüht ist, sich von vergiftenden Substanzen zu befreien. Die vielfältigen Reaktionen – zum Beispiel Schnupfen, Bronchitis, Ekzeme, Geschwüre, usw. – entspringen demnach ein und demselben Bemühen des Körpers: sich zu entgiften.

Die Behandlungsmethoden, die sich aus dieser Betrachtungsweise ergaben, bestanden folglich darin, dem Körper einerseits dabei zu helfen, sich von den belastenden Substanzen zu befreien und andererseits die Nahrungszufuhr zu regulieren, um so die Quelle der Belastung zum Versiegen zu bringen.
Diese klare und einfache Logik, die Kranke Jahrhunderte hindurch entlastete und heilte, behält ihren Wert – obwohl sie von der modernen Medizin aufgegeben wurde.

Das Körpermilieu

Es gibt eine präzise, ideale Zusammensetzung des sogenannten „inneren Milieus“, die das gute Funktionieren des Organismus garantiert. Jede zu große quantitative oder qualitative Abweichung der Zusammensetzung des Körpermilieus führt zur Krankheit.

Wenn infolge übermäßiger Nahrungszufuhr oder der Einnahme von Alkohol oder Medikamenten das Körpermilieu ausnahmsweise einmal etwas mit Giftstoffen belastet wird, so hat dies keine dramatischen Folgen, denn der Körper ist fähig, sich selbst zu entgiften, um so wiederum eine ideale Zusammensetzung des Körpermilieus herzustellen. Wenn jedoch diese Abweichungen zur Gewohnheit werden, vielleicht sogar jeden Tag provoziert werden, dann ist der Körper in seinen Möglichkeiten, das Gleichgewicht wieder herzustellen, schnell überfordert.

So sammeln sich die Abfallstoffe im Blut an und lagern sich schließlich auf den Gefäßwänden ab; der Durchmesser der Gefäße vermindert sich, und das Blut wird verdickt; die Blutzirkulation wird zunehmend schlechter; der Austausch zwischen dem Blut und dem Zellserum verlangsamt sich; Abfallstoffe, die regelmäßig von den Zellen ausgeschieden werden, sammeln sich in den Geweben an, statt den Organismus schnell zu verlassen; die Organe können ihre Arbeit nicht mehr richtig verrichten, Leber und Nieren sind mit der Reinigung der Körpersäfte überfordert. Alle Abläufe sind gestört, auf der Zellebene ebenso wie in Bezug auf Enzyme, weiße Blutkörperchen oder diverse biochemische Reaktionen.

In der Naturmedizin wird die Verunreinigung der Körpersäfte als Ursache der Krankheit betrachtet, denn dieser Zustand einer Verschmutzung findet sich bei allen Krankheiten. Er bildet ihre eigentliche Natur, ihre gemeinsame Basis. Demzufolge verschlimmert sich der Allgemeinzustand nicht, weil eine Krankheit in den Körper eintritt, sondern es ist genau umgekehrt: weil sich das Körpermilieu verschlechtert, kann die Krankheit in Erscheinung treten bzw. sich entwickeln.

Abwehrreaktionen

Der Körper bleibt dem Andrang der belastenden Substanzen in den Geweben gegenüber kein „passiver Beobachter“. Er reagiert aktiv, um die Toxine, die ihn vergiften, zu neutralisieren und auszuscheiden, damit sein physiologisches Milieu wieder gesunden kann.

Dieser Prozeß wurde auf wunderbare Weise von Thomas Sydenham, einem Arzt des 17. Jahrhunderts, auch „englischer Hippokrates“ genannt, mit folgenden Worten zusammengefaßt: „Die Krankheit ist nichts anderes als das Bemühen der Natur, welche, um den Kranken zu erhalten, mit allen ihren Kräften bemüht ist, ihn von den krankmachenden Substanzen zu befreien.“

Die Reinigung des inneren Milieus erfolgt über die Ausscheidungsorgane: Vermehrte Produktion von Bilirubin und Speichel, Erbrechen und Durchfall für den Verdauungstrakt; verdickter, saurer, brennender und mit Giftstoffen belasteter Urin für die Nierenwege; Schweißausbrüche, Pickel, Ekzeme für die Haut; Ausspucken von Schleim durch die Bronchien, Stirnhöhlen und die Nase.
Zahlreiche „Nebenwege“ können ebenfalls benutzt werden, um den Körper von den Abfallstoffen zu befreien: Speicheldrüsen, Gebärmutter, Mandeln, Tränendrüsen etc.

In verzweifelten Fällen schafft der Körper auch selbst „künstliche“ Ausgänge, um den Ansturm von Giftstoffen zu bewältigen: Hämorrhoiden, Fisteln, Geschwüre usw.
Wird ein Ausscheidungsorgan unfähig, seine Arbeit zu verrichten, so werden die Abfallstoffe zu einem anderen Organ umgeleitet. Nur wenn man sich dieser Verlagerung von Beschwerden bewußt ist, kann man verstehen, wie es kommt, daß jemand, kaum „geheilt“, die gleiche (oder eine andere) Krankheit erneut „erwischt“, welche dann wieder einer anderen Platz macht, die, abermals geheilt, wieder eine andere entstehen läßt usw.

Der Patient rennt also oft von einem Spezialisten zum nächsten, immer in der Hoffnung, geheilt zu werden. Das eigentliche Problem jedoch – die Verschlackung des Körpermilieus – bleibt ungelöst, die „Reinigungskrisen“ lösen einander ab und betreffen jedes Mal ein anderes Organ. Und wenn sich – bedingt durch das „Aufbegehren“ des Organismus und intensive Betätigung – die Ausscheidungsorgane erschöpfen oder Schaden erleiden, fügt sich auch leicht eine Infektion dazu, die dann ebenfalls geheilt werden will.

Pflegen heißt Ausscheiden

Wenn die eigentliche Ursache fehlender Gesundheit im Vorhandensein unerwünschter Substanzen im Organismus liegt, so bedeuten die Krankheitssymptome nichts anderes als das Bemühen des Körpers, sich von diesen Substanzen zu befreien. Und eine Therapie sollte diese Bemühungen logischerweise unterstützen. Heilung tritt ein, wenn die Toxine aus dem Körper ausgeschieden, die Gewebe wieder hergestellt sind, und wenn das Körpermilieu seinen normalen Zustand wieder erreicht hat.

Heilen bedeutet somit reinigen. Hippokrates, der Vater der Medizin, äußerte Folgendes: „Alle Krankheiten können mittels einiger Ausscheidungen geheilt werden, entweder durch den Anus oder durch die Blase oder durch eines der anderen Ausscheidungsorgane. Das Schweißorgan ist eines, welches allen Übeln entspricht.“

Entschlackungskuren sind demnach Mittel, die uns helfen, den Organismus zu reinigen, entsprechend einem Wort von Hippokrates, welches lautet: „Die Medizin ist die Kunst, die Heilungsvorgänge der Natur zu imitieren.“ Entschlackung bedeutet, die Filtertätigkeit des Blutes und die Ausscheidung der Toxine durch die verschiedenen Ausscheidungsorgane, über die der Körper verfügt, anzuregen.

Diese Ausscheidungsorgane sind die Leber, der Darm, die Nieren, die Haut und die Atemwege. Die dazu angewendeten Mittel sind vielfältig. Es kann sich dabei um Heilpflanzen handeln, die Einnahme von Säften oder Nahrungsmitteln mit entgiftenden Wirkstoffen, das Stimulieren der Reflexzonen der Füße, Wassertherapie, Massagen, Darmwaschungen usw.

Die Ausscheidungsorgane stellen also die notwendigen Wege dar, über welche die Entschlackung erfolgen kann. Bei Entschlackungskuren sind alle Bemühungen auf sie gerichtet. Man trachtet darnach, den normalen Ausscheidungsprozeß wiederherzustellen oder auch die Ausscheidungen während einer gewissen Zeit zu erhöhen, um so Versäumtes nachzuholen.

Das Ausscheidungsorgan wird sich, sobald es durch die Entschlakungsmittel dazu angeregt wird, selbst von seinen Abfallstoffen reinigen, welche in seinen Geweben stagnieren und seine „Filter“ verschmutzen. Einmal gereinigt, wird es wieder fähig, das Blut richtig zu filtrieren. Dieses kann nun seinerseits die durchbluteten Gewebe von den dort angehäuften Toxinen entlasten und sie zu den Ausscheidungsorganen transportieren.

Eine Entschlackungskur unterstützt also die erhöhte Ausscheidung von Abfallstoffen durch die Ausscheidungsorgane.
Diese vermehrte Ausscheidung sollte man auch feststellen können: durch vermehrte oder regelmäßigere Darmentleerung; die dunklere Färbung des Urins, da dieser mit Toxinen gesättigt ist; verstärktes Schwitzen; freiere Atemwege, weil diese sich von belastenden Schleimstoffen reinigen.

Dieser sichtbaren Ausscheidung von Schlacken entspricht eine Verminderung von Giftstoffen in den Geweben. Das Körpermilieu wird wieder rein, und demzufolge verbessert sich auch der Allgemeinzustand, die Krankheiten verschwinden nach und nach. Die Möglichkeit einer Gesundung hängt natürlich von dem Umfang der durch die Schlacken entstandenen Schäden ab sowie von der Regenerationsfähigkeit der betroffenen Organe.

Entschlacken und Vorbeugen

Entschlackungskuren sind natürlich kein Allheilmittel, aber die Reinigung erlaubt es dem Organismus, wieder besser zu funktionieren. Für beschädigte oder erschöpfte Organe können noch spezifische Therapiemaßnahmen herangezogen werden: Heilpflanzen, um diese oder jene Organtätigkeit zu unterstützen; Spurenelemente, um Enzyme zu stimulieren; Vitamine, um die biochemischen Reaktionen zu aktivieren. Die Wirkung wird dabei stets um so besser sein, je grundlegender das Körpermilieu gereinigt wurde.

Sich auf spezifische therapeutische Behandlungen zu konzentrieren, kann aber nur ein Teil der Bemühungen sein, wenn es darum geht, Gesundheitsprobleme nachhaltig zu lösen. Entschlackungskuren müssen unbedingt die Grundlage jeder Therapie bilden, doch man darf sich nicht damit begnügen, die Schlacken fallweise aus dem Körper zu entfernen. Vielmehr muß von vornherein verhindert werden, daß sie in den Organismus eindringen. Dies ist durch eine Umstellung der Lebensweise und der Ernährungsgewohnheiten möglich.

Gesundheit hat diesen Preis: Man muß die „Ausgänge“ und die „Eingänge“ überwachen. Das Prinzip ist übrigens universal:

„Ausscheiden, was schlecht ist und nur aufnehmen, was gut ist.“



Autor: Christopher Vasey
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