@ Aktuell

Grenzgang am Rande der Physik

Ein niederösterreichischer Erfinder hat mit dem System „Aquapol“ die Trockenlegung feuchter Mauern revolutioniert. Es funktioniert – aber warum? Ein Beitrag von Prof. Gerald Freihofner.
Autor: Prof. Gerald Freihofner
Ing. Wilhelm Mohorn mit dem Innenleben seines patentierten „Aquapol“-Gerätes: Die diversen Spulen und Antennen schauen seltsam aus, aber sie wirken. Die heute anerkannten physikalischen Theorien können nicht erklären, warum.
Kein geringerer als der Rektor der Universität München hatte dem Studenten Max Planck dringend davon abgeraten, Physik zu studieren, da in der Physik bereits alles erforscht sei und bis auf kleine Unstimmigkeiten, die es noch zu klären gäbe, keine Lorbeeren auf diesem Gebiet mehr zu holen seien. So geschehen Ende des 19. Jahrhunderts in Bayern. Gerade in der historischen Dimension wird erahnbar, daß sich das menschliche Wissen um physikalische Vorgänge nicht gerade im Endstadium befindet, sondern eher ganz am Anfang. Auch wenn es viele Physiker nicht wahr haben wollen, daß viele Erkenntnisse von heute die Irrtümer von morgen sind, so ist der Irrtum eine wesentliche Triebfeder der Erkenntnis in der Wissenschaft. Der größte Irrtum in der Wissenschaft, der täglich begangen wird, besteht allerdings darin, daß man unerklärliche Phänomene (frei nach dem Motto: „Was ich nicht kenne, kann es auch nicht geben!“) frank und frei als unmöglich bezeichnet. Dabei hätte nach den Gesetzen der Physik im 19. Jahrhundert weder ein Flugzeug noch eine Hummel fliegen dürfen, da sie schwerer als Luft waren. Daran fühlt man sich erinnert, rekonstruiert man den Werdegang des österreichischen Naturforschers und Erfinders Wilhelm Mohorn. Seit 1985 legt er auf „unerklärlicherweise“ alte feuchte Gebäude auf Dauer trocken.
Es funktioniert – aber warum? Und es gibt keine schulwissenschaftliche Erklärung dafür, wie es ihm gelingen kann, mit Hilfe eines von ihm entwickelten Gerätes feuchte Mauern ohne direkten physischen Kontakt zwischen dem Gerät und dem Mauerwerk trockenzulegen. „Durch Umlenkung der Feuchtemoleküle“ sagt er, lenke er diese zurück in die Erde. Wilhelm Mohorns System „Aquapol“ kommt ganz ohne statische Eingriffe aus, also ohne Durchschneiden der feuchten Mauer, ohne Chemie und ohne elektrischen Strom. Die Funktionsweise seines patentierten Gerätes beschreibt er wie folgt: „Das Mauertrockenlegungsgerät besteht aus einem Empfangsteil und einem Sendeteil. Der Empfangsteil empfängt ein der Wissenschaft noch unbekanntes geoenergetisches Kraftfeld, das in der Natur für viele Wirbelphänomene verantwortlich ist. Diese vom Boden aufgenommene Erdenergie wird rechtsdrehend polarisiert (= geformt) und im Sendeteil in den Wirkraum abgegeben. Zusätzlich fließt von oben Raumenergie ein und verstärkt das Gerät in seiner Wirkung, indem es die Amplitude des abgegebenen Wirkungsfeldes erhöht. Diese von Nikola Tesla im 19. Jahrhundert vorhergesagte Raumenergie wird in die Form der Erdenergie generiert. Im physikalischen Sinne ist es ein neuartiger spezieller Polarisationsgenerator.“
Soweit die einfachere offizielle Beschreibung. Auch wenn dieses Eigenenergiewirkungsprinzip so manchen Schulphysikern die Haare (soweit vorhanden) zu Berge steigen läßt – weit über 36.000 „Aquapol“-Geräte sind europaweit bereits installiert. Und funktionieren auch. Manche bereits über 20 Jahre lang, denn Wilhelm Mohorns „Aquapol GmbH“ gibt es bereits seit 1985.
Kritik und Testberichte ohne Tests Trotz der vielen nachweislichen Erfolge lehnen einige Kritiker das System komplett ab, obwohl sie es zum Test haben könnten. Manche „Wissenschaftler“ haben sogar schon „wissenschaftliche Berichte“ verfaßt, ohne das System je gesehen oder in der Praxis getestet zu haben. Ähnlich wie der berühmte Mathematiker Archimedes von Syracus, der den ersten bekannten Vertreter des heliozentrischen Weltbildes, Aristachos von Samos (230 v. Chr.) mit dem Hinweis verspottete, daß den Hausfrauen durch die Rotation der Erde die Wäsche davonfliegen würde, wenn sich die Erde tatsächlich um die eigene Achse und in der Folge um die Sonne drehen würde.
Eine kaum überbietbare Referenz-Liste
Peter Malek ist Inhaber des mit „Aquapol“ trockengelegten Automobilmuseums in Stockerau (Nieder­österreich)
Der österreichische Erfinder und Naturforscher Wilhelm Mohorn kann den Zweiflern indes eine seitenlange Referenzliste entgegen halten, die kaum überbietbar ist: Darauf findet man zum Beispiel das denkmalgeschützte Biedermeierhaus „Zum goldenen Bären“ in Wien, einen Teilbereich des Budapester Parlaments, in Österreich außerdem eine 246 Jahre alte Villa in Bad Vöslau, die Stiftsvinothek in Klosterneuburg, die im Jahre 1140 erbaute Kirche zur „Heiligen Maria“ in St. Marein bei Knittelfeld, den 150 Jahre alten Bauernhof von Monika Moik aus St. Margarethen an der Raab sowie den „Fuchs­palast“ in St. Veit a.d. Glan des international bekannten Baumeisters Robert Rogner, oder etwa das Schloss Schlatt an den Krähen in Baden-Württemberg. Alle diese alten und vormals feuchten Gebäude konnten –neben vielen, vielen anderen – mit Hilfe der Aquapol-Technologie trockengelegt und auf Dauer trockengehalten werden.
Immer noch Ringen um Anerkennung
Baumeister Rogner mit seinem „Fuchspalast“, in dem „Aquapol“ vor einiger Zeit ebenfalls seine Wirkung entfaltete.

Der Weg zur Anerkennung war für Wilhelm Mohorn bisher mehr als steinig und ist trotz der praktischen Erfolge noch nicht zu Ende gegangen. Denn sensationshungrige und unseriöse Medienberichte verursachen bisweilen immer noch Unsicherheit, weil sie sich unkritisch als Sprachrohr von Gegnern mißbrauchen lassen.

Aber es gab und gibt durchaus auch Anerkennung. 1995 wurde Wilhelm Mohorn für seine Grundlagenforschung mit der Viktor-Kaplan-Medaille ausgezeichnet, der höchsten Ehrung, die erfolgreichen, innovativen Forschern und Erfindern in Österreich verliehen wird.

Das Un­ter­nehmen „Aquapol“ bekam auch einen Ehrenpreis vom österreichischen Wissenschaftsministerium für erfolgreiche angewandte Forschung.

Eine Goldmedaille gab es auf der IENA (Internationale Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“) in Nürnberg, und auf der bekannten Denkmalschutz-Fachmesse in Torun in Polen wurde Aquapol der „Grand Prix“ für Denkmalpflege verliehen – was wohl als Eintrittskarte für die Gebäudesanierung auch in den neuen EU-Ländern gesehen werden kann.
Vorreiter für eine Energie-Revolution? Vielleicht führt das Beispiel „Aquapol“ vor Augen, daß die Physik mit ihren Erkenntnissen auch im 21. Jahrhundert noch lange nicht am Ende steht. Arroganz und das zwanghafte Festhalten an bestehenden Paradigmen in der Physik verzögern den Durchbruch einer revolutionären Technologie und verhindern, daß die neuen, noch uner­klärlichen Phänome anerkannt und strukturell erforscht werden. So wird wichtiger technologischer Fortschritt für die Menschheit verhindert. Vielleicht aber sind gerade solche Technologien wie „Aquapol“ die Vorreiter für eine bevorstehende Energierevolution und für neue, sehr effektive Umweltschutztechnologien.