Die Parabel von den drei Ringen
Lessings „Nathan der Weise“ (3. Akt, 7. Szene)
Im Rahmen der Veranstaltung „Treff der Musen in Bischofswerda“ stellte
Martin Ernst (Foto) Gotthold Ephraim Lessings Ideendrama „Nathan der Weise“ mit der berühmten Ring-Parabel vor.
Lesen Sie dazu eine auf seinem Text beruhende Zusammenfassung von
Dr. Monika Schulze.
[weiter...]
Die Macht der Musik
Wie José Antonio Abreus Engagement für musikalische Erziehung ein Land veränderte Am 31. März 2009 erhielt der venezolanische Komponist, Musiker und Wirtschaftswissenschaftler José Antonio Abreu (Bild links) im Rahmen der Internationalen Musikmesse den Musikpreis der Stadt Frankfurt für seine Verdienste um die Jugend- und Musikkultur in seiner Heimat. Der Autor begegnete dem Künstler im Rahmen einer Konzerttournee und beschreibt sein Engagement, das weltweit Anerkennung findet.
Von
Manfred Grietens [weiter...]
„Mann und Weib und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an“
Mozarts „Zauberflöte“ – Erlösungsoper oder Initiationsgeschehen? Am 30. September 1791, zwei Monate vor Mozarts frühem, tragischen Tod, wird in der Wiener Vorstadt nach dem Libretto von Emanuel Schikaneder die „Zauberflöte“ uraufgeführt. Ein prachtvolles Spektakel von überwältigendem Erfolg, dessen beispiellose Popularität bis heute ungebrochen ist. Eine Märchenoper, über deren Rätsel sich die Exegeten seit ihrer Entstehung die Köpfe zerbrechen. Unbestritten jedoch ist ihr Schlüsselmotiv: die Erlösung der Geschlechterfeindschaft in der geläuterten Liebe von Tamino und Pamina.
Von Dr. Barbara Regina Renftle [weiter...]
„Meditationen über die Schönheit“
Ein in China geborener und nach Frankreich ausgewanderter Dichter und Philosoph – François Cheng – spricht wie in alten Zeiten von der Schönheit und sagt, diese sei hochaktuell, ja lebensnotwendig! Auf erstaunliche Art bringt er östliche Weisheit und westliches Denken miteinander in Einklang und mahnt den „modernen Westen“ dazu, sich auf scheinbar vergessene Werte zu besinnen.
Ein Beitrag von
Dr. Christian Baur.
[weiter...]
Alexander Solschenizyn
Zum Tod des 89jährigen Schriftstellers und Nobelpreisträgers, der mit seinem dokumentarischen Roman „Archipel Gulag“ (1973) über den stalinistischen Lagerterror in Sibirien zum Gewissen des neuen Rußland
1 und für viele zum Propheten wird.
[weiter...]
Den „Schiller-Code“ knacken
In diesem Frühjahr 2008 spielte in Deutschland – die Öffentlichkeit erfuhr erst spät davon – eine Art „Schiller-Thriller“ vor der Kulisse alter Friedhöfe, geöffneter Gräber und exhumierter Gebeine. Mittelpunkt der Szene: Zwei als echt überlieferte Schädel des neben Goethe bekanntesten klassischen Dichters deutscher Sprache – Friedrich Schiller (1759 – 1805). „Echt“ konnte nur einer der Schädel sein. Um das klären zu können, ging man daran, Schillers DNA-Code zu ermitteln und beide Objekte einer DNA-Analyse zu unterziehen …
[weiter...]
„Das Heidi“ – Südostschweizer Mozartkugel?
Melos, Mythos und Marketing im Heidiland Johanna Spyris Roman „Heidi“ ist ein vielfach verfilmter Bestseller von Weltruhm. Aber erst vor einem knappen Jahrzehnt hat man in Heidis „originaler Heimat“, der Südostschweiz, auch das touristische Werbe-Potential des Naturkindes erkannt. Was daraus folgte, fand bei Land und Leuten allerdings nicht überall ungetrübte Zustimmung.
GralsWelt-Redakteurin
Dr. Monika Schulze hat sich im Heidiland umgesehen und umgehört und schildert ihre Eindrücke zwischen Natur und Mythos, Musical und Mozartkugel, Heidi „pur“ und Heidi „extra“.
[weiter...]
Selma Lagerlöf
Am 20. November 2008 wurde des 150. Geburtstags der schwedischen Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin aus Mårbacka (Värmland) gedacht. Weltberühmt wurde sie nicht nur aufgrund ihres literarischen Werks – etwa durch „Gösta Berling“, „Die Wunder des Antichrist“ oder „Jerusalem“ –, sondern vor allem wegen der vielen Volkssagen und der von allen Kindern geliebten „wunderbaren Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“.
Von
Dr. Christian Baur. [weiter...]
Die Melancholie - Albrecht Dürer
Von Albrecht Dürer (1471 bis 1528) gibt es einen ebenso schönen wie rätselhaften Kupferstich, die sogenannte „Melancholie“. Das Werk entstand im Jahre 1514, und die Melancholie ist darin personifiziert als weibliche Gestalt mit Flügeln, sitzend, den Kopf nachdenklich in die linke Hand gestützt.
Dr. Christian Baur nimmt Albrecht Dürers Kupferstich auch zum Anlaß, sich über das Wesen der menschlichen Temperamente Gedanken zu machen.
[weiter...]
„Mehr Licht!“
Zum 175. Todestag von Johann Wolfgang von Goethe
Ein Beitrag von
Dr. Christian Baur.
[weiter...]
Rembrandt
Rembrandt Harmensz van Rijn, der berühmte Zeichner, Radierer und Maler – wir feiern jetzt seinen vierhundertsten Geburtstag – wird am 15. Juli 1606 in Leiden geboren.
Er versteht es früh, die Szenen seiner Bilder in ein wirkungsvolles „Helldunkel“ zu tauchen, aus dem sich nach und nach ein Tiefenlicht hebt, ja ein inneres Licht, das die Malerei bisher nicht kennt.
Von
Dr. Christian Baur.
[weiter...]
Der Kaufmann
Eigentlich ist es ganz einfach: Ich brauche etwas, dann gehe ich zu einem Kaufmann und kaufe es mir. Nun gibt es aber noch einen zweiten Kaufmann. Der ist ein bißchen billiger. Wenn ich bei dem einkaufe, dann könnte ich mir zusätzlich noch etwas Besonderes leisten…
Ein Beitrag von
Emil Knies.
[weiter...]
„Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt“
Der in Málaga geborene Pablo Picasso wird immer wieder als Genius der Kunst des 20. Jahrhunderts betrachtet.
Proteusgleich sich immer wieder verwandelnd, hat er sich scheinbar beliebig viele Stile angeeignet, um sie dann in immer wieder neuen Formen zu erschaffen und seinen staunenden Zeitgenossen zu präsentieren. Er diktierte das, was unter Kunst zu verstehen ist, und so ist auch einer seiner provozierenden Aussprüche zu verstehen: „Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt.“
[weiter...]
„Il papa buono“
Johannes XXIII. – „der gute Papst“, wie ihn das Volk nannte –, mit dessen Name das 1962 einberufene Zweite Vatikanische Konzil eng verbunden ist, wäre am 25. November 2006 125 Jahre alt geworden.
Von
Martin Ernst [weiter...]
Heinrich Heine
Vor 150 Jahren in Paris gestorben – heute als deutscher Dichter beliebter denn je.
Von
Monika Schulze. [weiter...]
Von der Weltanschauung zur Weltdurchschauung
Zum 90. Todestag von Franz Marc
Von September 2005 bis Januar 2006 ehrte das Lenbachhaus München mit einer groß angelegten, erlesenen Retrospektive den Maler Franz Marc, Mitbegründer des legendären „Blauen Reiters“ und Pionier einer erweiterten Weltsicht. Sein Ringen um eine Erneuerung des Geistigen in der Kunst entspringt jenen gewaltigen Umwälzungen, wie sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur in Wissenschaft und Offenbarung, sondern auch im Bereich der Kunst vollzogen.
In Gedenken an seinen tragischen Tod vor 90 Jahren stellt
Dr. Barbara RENFTLE Aspekte seiner künstlerischen Visionen vor.
[weiter...]
„Nichts ist komischer als das Unglück“
Anmerkungen zum „absurden Theater“ Becketts und zu unserem leichtfertigen Umgang mit der Sprache.
Im April 2006, als des hundertsten Geburtstags Samuel Becketts zu gedenken war, widmeten die Feuilletons der großen Zeitungen, anknüpfend an die Versuche des Philosophen Theodor W. Adorno, dem Nobelpreisträger ihre anspruchsvollsten Essays. Dies ist Grund genug, einen Rückblick zu unternehmen.
Von
Dr. Christian Baur. [weiter...]
„Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so.“
In der zu Weltruhm gelangten „Dreigroschenoper“ des Schriftstellers und Regisseurs Bert Brecht – er wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Ostberlin – gibt der Bettlerkönig die folgende Moral zum besten...
Von
Dr. Christian Baur.
[weiter...]
Anton Bruckner - Geistige Energie
Anton Bruckner, Orgelspieler und Sinfoniker, erfüllte, wie Bach und Beethoven vor ihm, eine geistesgeschichtliche Sendung, die bis heute lebendig nachwirkt. Während jedoch Bach und Beethoven eine enorme, „weltweite“ Breitenwirkung erzielten, war Bruckners Kunst lange mißverstanden worden, weil man sie mit der klassisch-romantischen Elle maß und zudem im Kirchenraum ansiedelte. Anton Bruckner war indes ein selbständiger Neuerer!
Peter DEIRIES gibt eine Einschätzung der geistigen Bedeutung des Sinfonikers Bruckner.
[weiter...]
Farbsinfonie des Kosmos
Der Name Paul Klees in der Klassischen Moderne steht für eine verinnerlichte Kunstauffassung von großer Empfindsamkeit und tiefer Einsicht. Auf der Suche nach Wahrheit und nach einer Kunst „im obersten Kreis“ (d.h. einer geistigen Kunst, bei der das „Licht des Intellekts kläglich erlischt“) war ihm „nur ein voller Augenaufschlag nach innen“ wesentlich ...
Dem Bedeutungsgefüge von Licht, Farbe, Kosmos und Musik im Schaffen Paul Klees geht
Barbara RENFTLE in diesem Beitrag nach.
[weiter...]
Herrscher, Gönner, Schwanenritter
Schön war er, atemberaubend schön und von hünenhafter Gest alt. Die Bayern lieben ihn noch immer, ihren „Kini“, dessen tragisches Dasein nun als Musical vermarktet wird: „Sehnsucht nach dem Paradies“.
Corinna HÜBENER spürte der Frage nach, was den kunstliebenden Herrscher, Gönner und „Schwanenritter“ Ludwig II. beflügelt haben mag ...
[weiter...]
Weitere Themen