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Krisenursachen

Denkblockaden lösen und Sachzwänge besiegen

Die großen Probleme und Krisen unserer Zeit im Spiegel der Schöpfungsgesetze

Ausgewogenheit zwischen Aktiv und Passiv

Da alles in der Schöpfung dem Gesetz der Entwicklung unterliegt, sind stetige Veränderungen und Anpassungsprozesse überlebensnotwendig! Alles ist in Bewegung, und wer im Umfeld dieser Bewegung stillstehen will, wird überholt und ist damit auch bald „überholt“, veraltet und erstarrt!

Andererseits zeigt uns aber die Natur, daß Neues auch verwurzelt werden muß, um gedeihen zu können. So ist die eine Seite der Medaille aktives Entdecken, Neuformen und Neuland-Erschließen, die andere Seite das Behüten, Pflegen und Bewahren des Neugewonnenen, damit es gedeihen, erstarken und wirken kann.

Eine Überbetonung des aktiven, neugestaltenden Prinzips würde das Entstehen notwendiger fester Formen und Strukturen verhindern, die uns Halt und Sicherheit geben. Eine Überbetonung des passiven Bewahrens würde, aufgrund des Fehlens der belebenden, neuformenden Bewegung und notwendiger Veränderungen, zur Erstarrung alles Lebendigen führen!

Es ist also ein Naturgesetz, daß Aktiv und Passiv, die beiden elementaren Schöpfungsprinzipien, in einem ausgewogenen, harmonischen Verhältnis zueinander stehen müssen, wenn ein System, welcher Art auch immer, gesund und lebensfähig bleiben soll!

So darf auch die Politik dieses Gesetz nicht außer acht lassen, wenn sie Erfolg haben will. Auch bei eher konservativ ausgerichteter Politik müßte das Bestehende und Bewährte stets neu an die veränderten Erfordernisse angepaßt – oder aber abgeschafft werden, wenn es für die Zukunft nicht mehr tauglich ist.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist natürlich, daß notwendige Veränderungen nicht in blinden Aktionismus münden dürfen, in dem die ganze Kraft sinnlos vergeudet wird und die Probleme sich eher verschärfen, weil an falscher Stelle angesetzt wurde.

Nicht zuletzt, sondern eigentlich an erster Stelle und als unverrückbare Grundlage müßte der Amtseid stehen, den jeder Spitzenpolitiker leistet. Er beinhaltet, „Schaden vom deutschen Volke abzuwenden“ – vom ganzen Volke, nicht nur von einzelnen Interessensgruppen und Lobbies.

Die tieferen Ursachen der Krisen

Für Deutschland, und nicht nur für dieses Land, läßt sich jedenfalls sagen, daß ohne Zweifel große Bedrohungen vor der Tür stehen, die mit den Rezepten der Vergangenheit nicht zu lösen sind! Lösungen können immer nur dann gefunden werden, wenn die stets einfachen Ursachen erkannt werden, die alle vielfältigen, komplizierten und damit schwer überschaubaren Folgen nach sich ziehen! Doktert man ausschließlich an den Folgen und an den Symptomen herum, so zieht das lediglich einen enormen Aufwand nach sich, der das ursächliche Problem nicht löst und statt dessen in Flickschusterei endet!

Doch wo liegen die eigentlichen Ursachen? Sie sind grundsätzlich auf spiritueller Ebene zu suchen, in unseren Einstellungen zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zur Natur im weitesten Sinne. Krankt diese Einstellung bei zu vielen Menschen, so verdichtet sich das Ganze auch ins Irdische und bringt als Folge Versagen und eine Erkrankung mehr oder weniger aller irdischen Bereiche!

Der Ursprung vieler gesellschaftlicher Fehlentwicklungen scheint mir im Fehlen des notwendigen Ausgleiches zwischen Geben und Nehmen zu liegen. Wir Menschen haben allgemein unsere innere Neigung zu sehr auf das Nehmen gelegt, ohne ausreichend auf das Geben zu achten. Die problematischen Folgen daraus verleiten heute sehr viele Menschen dazu, immer mehr „finanzielle Polster“ und materielle Sicherheiten zu horten, allein schon aus Angst, ihren bisherigen Wohlstand zu verlieren.

Nicht zuletzt ist auch das Ur- oder Gottvertrauen abhanden gekommen, daß bei richtiger Einstellung zum Leben ein starker Schutz „von oben“, vom Licht aus, besteht, der alles zuletzt zum Guten hin wendet!

Konkret schlagen sich die ins Irdische und Gesellschaftliche verdichteten Folgen dieses fehlenden Ausgleichsbewußtseins in einer hohen Verteilungsproblematik und in einer Erkrankung der Menschen selbst nieder, die wiederum die Störung wichtiger Naturkreisläufe zur Folge hat.

Wir haben damit zwei Kernbereiche, die nahe an den Ursachen liegen und deshalb vorrangig angegangen werden müßten:

– die Entschärfung der extremen Ungleichverteilung aller Güter und des Geldes;
– eine umfassende Gesundung aller sonstigen Bereiche.

Keine Anstrengung dürfte unterbleiben, um in diesen Bereichen sinnvolle Maßnahmen in die Wege zu leiten! Das würde aber ein Verlassen der bisher eingeschlagenen Wege erfordern, ein mutiges, fast revolutionäres Umsteuern in allen Bereichen, die bisher als unantastbar angesehen wurden. Und genau das ist von einer konservativen Regierung nicht zu erwarten, und auch der heutigen Opposition möchte man allenfalls zaghafte Schritte zutrauen. Denn die Denkblockaden, internen Streitigkeiten und das Einknicken vor den realen und vermeintlichen Sachzwängen scheinen doch übermächtig zu sein.

Die Verteilungsproblematik verschärft sich

Wissenswert ist, daß die Hälfte der Geldvermögen sich bei ca. 3,5 Prozent der Bevölkerung konzentrieren, während 96,5 Prozent der Bürger folglich mit der anderen Hälfte auskommen müssen. 50 Prozent kommen gerade so mit ihren Einkünften über die Runden und besitzen darüber hinaus tatsächlich praktisch nichts! 20 Prozent der Deutschen wissen kaum noch, wohin mit dem vielen Geld, was übrigens auch in etwa für Österreicher und Schweizer zutrifft, während 80 Prozent immer größere Schwierigkeiten haben, mit der steigenden Abgabenlast, der Arbeitslosigkeit oder den Lohnkürzungen klarzukommen, und teilweise regelrecht verarmen. Klar ist, daß damit die Schere zwischen Arm und Reich viel zu weit auseinanderklafft!

Ein gesundes Verhältnis würde ich hinsichtlich der Verteilung der beiden Geldvermögenshälften bei etwa 25 zu 75 Prozent ansiedeln, wobei sowieso die überragende Priorität des Geldes in unserer Gedankenwelt erheblich sinken müßte und eine emotionsärmere Betrachtung des Geldes als einfaches Tauschmittel sehr wünschenswert wäre.

Ist eine Lösung der Probleme im Finanz- und Wirtschaftsbereich angesichts der riesigen Probleme überhaupt denkbar? Die Antwort lautet: ja, und sie wäre tatsächlich nicht einmal sehr schwierig!

Das Geldsystem an sich müßte durch eine einfache, aber zuverlässige Umlaufsicherung des Geldes komplett erneuert werden, um den hochproblematischen Zins und Zinseszins faktisch verschwinden zu lassen – zum Wohle aller! Das wurde bereits ausführlich in der GralsWelt-Serie über das Geld (Hefte 46 bis 49) zur Sprache gebracht.

Warum dieses bereits seit Silvio Gesell Anfang des 20. Jahrhunderts bekannte und in der Stadt Wörgl in der schwierigen Zeit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre hervorragend bewährte Geldsystem nicht eingeführt wird, darüber kann man nur spekulieren.

Ebenso käme man natürlich um eine erste Rückverteilung der Geldvermögen, diesmal von oben nach unten, statt umgekehrt, nicht vorbei. Eine drastische Erhöhung der Erbschaftssteuer mit angemessenen Freibeträgen und Schonung der Betriebsvermögen, nicht aber der Spekulations- und Kapitalertragsgelder, wäre meines Erachtens ein guter Anfang. Die deutsche Regierung macht derzeit genau das Gegenteil!

Das Bedienen der Interessen der Besserverdienenden entspannt die Verteilungsproblematik nicht, sondern verschärft sie weiter. Man denke alleine an die in Deutschland anvisierten Steuererleichterungen in vielfacher Milliardenhöhe, die die bereits jetzt schon irrwitzige Staatsverschuldung von über 1.600 Milliarden Euro – und zwar ohne die über 400 Milliarden Euro, die bisher vorwiegend zur Rettung der Banken aufgewendet wurden – bald über alle Grenzen fluten lassen wird. Schon heute wird für 2013 mit einem Staatsschuldenberg von 2,1 Billionen Euro (das sind pro Kopf über 25.000 Euro!) gerechnet, was mir aber angesichts der bevorstehenden Entwicklungen als erheblich zu niedrig gegriffen erscheint! Nüchtern und pragmatisch muß man andererseits feststellen, daß es mittlerweile eigentlich völlig gleichgültig ist, ob eine noch schlimmer ausufernde Verschuldung nun stattfindet oder nicht.

Der im jetzigen Finanzsystem nicht mehr abzuwendende Zusammenbruch, der „Crash“ des Geldwesens, kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit; ob nun ein wenig früher oder später, spielt keine wesentliche Rolle! -

Das Gesundheitssystem ist krank!


Was tut not, um gegen die Krise anzutreten?
Auch das zweite Problemfeld, die Erkrankung des Menschen und der Natur, ist überdeutlich: unbezahlbare Gesundheitssysteme, die man besser als Krankheitssysteme bezeichnen würde, weltweit über eine Milliarde hungernde Menschen, der Klimawandel mit den einhergehenden Katastrophen, die Vergiftung der Umwelt mit Chemie, genmanipuliertem Saatgut, Radioaktivität usw.

Weltenweit entfernt sind die Politik und die meisten Bürger davon, die entscheidenden Fragen zu stellen, deren Beantwortung zu einer wirklichen Lösung der Problematik führen würde: Warum explodieren die Kosten im „Gesundheits“-System?

Warum werden folglich die Menschen trotz höherer Ausgaben statt gesünder immer kränker? Was hat uns eine Krankheit zu sagen? Läßt sich ein kranker Körper überhaupt nachhaltig „reparieren“, ohne daß der Betroffene seine innere Einstellung verändert? Ist Krankheit ein Feind – oder nicht vielmehr ein wertvolles seelisches Korrektiv? Könnten Krankheiten durch veränderte, bessere Gesinnungen nicht weitgehend zum Verschwinden gebracht werden? Und nicht zuletzt: Gibt es für zahlreiche Beschwerden nicht gute und preiswerte Alternativen für die teure Apparatemedizin aus der „Apotheke der Natur“? Sind die wesentlichen Einsparungsmöglichkeiten in letzter Konsequenz nicht in einer naturnäheren, gesünderen Lebensweise und verbesserten, streßfreieren Arbeitsbedingungen zu suchen?

Der „weise Mensch“ auf ökologischen Irrwegen

Auch hinsichtlich der von uns Menschen verursachten Krankheit der Natur erwecken die derzeitigen Weichenstellungen nicht gerade Hoffnungen! So werden in Deutschland beispielsweise die Luxus-Automarken mit ihrer unökologischen Modellpalette nicht angetastet; es reicht nicht einmal zu einem sinnvollen Tempolimit auf Autobahnen!

Noch kritischer zu bewerten sind die energiepolitischen Weichenstellungen durch das Festhalten an der Atomenergie und dem Neubau von Kohlekraftwerken. Sich daran zu klammern, den nachfolgenden Generationen, nach heutigem Wissensstand, für etwa eine Million Jahre Strahlenmüll zur immens gefährlichen, teuren Verwahrung und Überwachung zu hinterlassen, und das ohne ein einziges sicheres Endlager, ist doch – mit etwas Abstand betrachtet – an Wahnhaftigkeit und mangelnder Rücksicht kaum zu überbieten.

Würde die Menschheit im Jahre 900.000 n. Chr. noch bestehen, so könnte man ihr nicht verdenken, wenn sie – wie alle Generationen vorher – mit Zorn und Empörung oder mit grenzenlosem Mitleid auf die verirrte Spezies „Homo sapiens“, auf den „weisen Menschen“ des 3. Jahrtausends zurückblickt …

Hinsichtlich des Neubaues von Kohlekraftwerken ist sowieso allgemein bekannt, daß diese Form der Energieproduktion über Jahrzehnte einen nicht mehr vertretbaren CO2-Ausstoß nach sich ziehen würde und deshalb gestoppt werden müßte. Und da – entgegen den Ausführungen der Energielobby – keine „Stromlücke“, sondern ein Stromüberschuß besteht, wird der Ausbau und der Erhalt dieser veralteten, gefährlichen Technologien zwangsläufig einen Einbruch im Ausbau der erneuerbaren Energien mit sich bringen – allen anderslautenden Lippenbekenntnissen zum Trotz. Dabei gab der Ausbau der regenerativen Energien allein 2008 etwa 50.000 Menschen einen neuen, sinnvollen Arbeitsplatz. Das sind weit mehr, als in der ganzen Atomindustrie beschäftigt sind!

Die Herausforderung: das Besiegen der Sachzwänge

So sind wir anscheinend unentrinnbar in unseren Sachzwängen gefangen. Daß wir diese Sachzwänge aber, durch beständiges Handeln gegen die Natur und gegen eine gesunde Vernunft, selbst herbeigeführt haben, wird gern ignoriert. Ebenso die zwingende Folgerung, daß nach den Gesetzen der Gerechtigkeit derjenige die Sachzwänge zu beseitigen hat, der sie auch in die Welt gesetzt hat – der Mensch!

Für die Natur spielt es keine Rolle, ob wir zum Beispiel Millionen Tonnen Treibhausgase mit oder ohne Klimazertifikate ausstoßen, die wir trickreich den ärmeren Staaten abgekauft haben. Sie läßt sich davon doch nicht beeindrucken, sondern reagiert auf den tatsächlichen Befund. So sind, dem unbestechlichen Schöpfungsgesetz der Wechselwirkung entsprechend, bei dem gewählten Kurs schwerwiegende Folgen kaum zu vermeiden. Es ist nicht auszuschließen, daß bei fortschreitender Verarmung breiter Bevölkerungsschichten schwere soziale Unruhen auftreten werden, und in absehbarer Zukunft wird auch das falsche Geldsystem zusammenbrechen – mit unabsehbaren Folgen.

Das Quälen und Vergiften der Natur wird weitergehen, sich womöglich noch steigern. Nur scheint der Mensch vergessen zu haben, daß die Natur immer stärker ist und sich zu gegebener Zeit sehr wohl zu wehren weiß, denn in ihr liegt die unbezwingbare Kraft der ausgleichenden Schöpfungsgesetze, hinter denen wiederum die Allmacht des Schöpfers steht!

Und darin liegt für uns auch die entscheidende Zuversicht: daß die schweren Folgen für jeden die Chance bieten, daraus zu lernen und in Zukunft wieder sozialer zu denken und mit der Natur, nicht gegen sie zu gehen. Damit würden wir auch die destruktiven Sachzwänge besiegen und allmählich selbst wieder gesund werden!


Ausgewogenheit zwischen Aktiv und Passiv

Da alles in der Schöpfung dem Gesetz der Entwicklung unterliegt, sind stetige Veränderungen und Anpassungsprozesse überlebensnotwendig! Alles ist in Bewegung, und wer im Umfeld dieser Bewegung stillstehen will, wird überholt und ist damit auch bald „überholt“, veraltet und erstarrt!

Andererseits zeigt uns aber die Natur, daß Neues auch verwurzelt werden muß, um gedeihen zu können. So ist die eine Seite der Medaille aktives Entdecken, Neuformen und Neuland-Erschließen, die andere Seite das Behüten, Pflegen und Bewahren des Neugewonnenen, damit es gedeihen, erstarken und wirken kann.

Eine Überbetonung des aktiven, neugestaltenden Prinzips würde das Entstehen notwendiger fester Formen und Strukturen verhindern, die uns Halt und Sicherheit geben. Eine Überbetonung des passiven Bewahrens würde, aufgrund des Fehlens der belebenden, neuformenden Bewegung und notwendiger Veränderungen, zur Erstarrung alles Lebendigen führen!

Es ist also ein Naturgesetz, daß Aktiv und Passiv, die beiden elementaren Schöpfungsprinzipien, in einem ausgewogenen, harmonischen Verhältnis zueinander stehen müssen, wenn ein System, welcher Art auch immer, gesund und lebensfähig bleiben soll!

So darf auch die Politik dieses Gesetz nicht außer acht lassen, wenn sie Erfolg haben will. Auch bei eher konservativ ausgerichteter Politik müßte das Bestehende und Bewährte stets neu an die veränderten Erfordernisse angepaßt – oder aber abgeschafft werden, wenn es für die Zukunft nicht mehr tauglich ist.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist natürlich, daß notwendige Veränderungen nicht in blinden Aktionismus münden dürfen, in dem die ganze Kraft sinnlos vergeudet wird und die Probleme sich eher verschärfen, weil an falscher Stelle angesetzt wurde.

Nicht zuletzt, sondern eigentlich an erster Stelle und als unverrückbare Grundlage müßte der Amtseid stehen, den jeder Spitzenpolitiker leistet. Er beinhaltet, „Schaden vom deutschen Volke abzuwenden“ – vom ganzen Volke, nicht nur von einzelnen Interessensgruppen und Lobbies.

Die tieferen Ursachen der Krisen

Für Deutschland, und nicht nur für dieses Land, läßt sich jedenfalls sagen, daß ohne Zweifel große Bedrohungen vor der Tür stehen, die mit den Rezepten der Vergangenheit nicht zu lösen sind! Lösungen können immer nur dann gefunden werden, wenn die stets einfachen Ursachen erkannt werden, die alle vielfältigen, komplizierten und damit schwer überschaubaren Folgen nach sich ziehen! Doktert man ausschließlich an den Folgen und an den Symptomen herum, so zieht das lediglich einen enormen Aufwand nach sich, der das ursächliche Problem nicht löst und statt dessen in Flickschusterei endet!

Doch wo liegen die eigentlichen Ursachen? Sie sind grundsätzlich auf spiritueller Ebene zu suchen, in unseren Einstellungen zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zur Natur im weitesten Sinne. Krankt diese Einstellung bei zu vielen Menschen, so verdichtet sich das Ganze auch ins Irdische und bringt als Folge Versagen und eine Erkrankung mehr oder weniger aller irdischen Bereiche!

Der Ursprung vieler gesellschaftlicher Fehlentwicklungen scheint mir im Fehlen des notwendigen Ausgleiches zwischen Geben und Nehmen zu liegen. Wir Menschen haben allgemein unsere innere Neigung zu sehr auf das Nehmen gelegt, ohne ausreichend auf das Geben zu achten. Die problematischen Folgen daraus verleiten heute sehr viele Menschen dazu, immer mehr „finanzielle Polster“ und materielle Sicherheiten zu horten, allein schon aus Angst, ihren bisherigen Wohlstand zu verlieren.

Nicht zuletzt ist auch das Ur- oder Gottvertrauen abhanden gekommen, daß bei richtiger Einstellung zum Leben ein starker Schutz „von oben“, vom Licht aus, besteht, der alles zuletzt zum Guten hin wendet!

Konkret schlagen sich die ins Irdische und Gesellschaftliche verdichteten Folgen dieses fehlenden Ausgleichsbewußtseins in einer hohen Verteilungsproblematik und in einer Erkrankung der Menschen selbst nieder, die wiederum die Störung wichtiger Naturkreisläufe zur Folge hat.

Wir haben damit zwei Kernbereiche, die nahe an den Ursachen liegen und deshalb vorrangig angegangen werden müßten:

– die Entschärfung der extremen Ungleichverteilung aller Güter und des Geldes;
– eine umfassende Gesundung aller sonstigen Bereiche.

Keine Anstrengung dürfte unterbleiben, um in diesen Bereichen sinnvolle Maßnahmen in die Wege zu leiten! Das würde aber ein Verlassen der bisher eingeschlagenen Wege erfordern, ein mutiges, fast revolutionäres Umsteuern in allen Bereichen, die bisher als unantastbar angesehen wurden. Und genau das ist von einer konservativen Regierung nicht zu erwarten, und auch der heutigen Opposition möchte man allenfalls zaghafte Schritte zutrauen. Denn die Denkblockaden, internen Streitigkeiten und das Einknicken vor den realen und vermeintlichen Sachzwängen scheinen doch übermächtig zu sein.

Die Verteilungsproblematik verschärft sich

Wissenswert ist, daß die Hälfte der Geldvermögen sich bei ca. 3,5 Prozent der Bevölkerung konzentrieren, während 96,5 Prozent der Bürger folglich mit der anderen Hälfte auskommen müssen. 50 Prozent kommen gerade so mit ihren Einkünften über die Runden und besitzen darüber hinaus tatsächlich praktisch nichts! 20 Prozent der Deutschen wissen kaum noch, wohin mit dem vielen Geld, was übrigens auch in etwa für Österreicher und Schweizer zutrifft, während 80 Prozent immer größere Schwierigkeiten haben, mit der steigenden Abgabenlast, der Arbeitslosigkeit oder den Lohnkürzungen klarzukommen, und teilweise regelrecht verarmen. Klar ist, daß damit die Schere zwischen Arm und Reich viel zu weit auseinanderklafft!

Ein gesundes Verhältnis würde ich hinsichtlich der Verteilung der beiden Geldvermögenshälften bei etwa 25 zu 75 Prozent ansiedeln, wobei sowieso die überragende Priorität des Geldes in unserer Gedankenwelt erheblich sinken müßte und eine emotionsärmere Betrachtung des Geldes als einfaches Tauschmittel sehr wünschenswert wäre.

Ist eine Lösung der Probleme im Finanz- und Wirtschaftsbereich angesichts der riesigen Probleme überhaupt denkbar? Die Antwort lautet: ja, und sie wäre tatsächlich nicht einmal sehr schwierig!

Das Geldsystem an sich müßte durch eine einfache, aber zuverlässige Umlaufsicherung des Geldes komplett erneuert werden, um den hochproblematischen Zins und Zinseszins faktisch verschwinden zu lassen – zum Wohle aller! Das wurde bereits ausführlich in der GralsWelt-Serie über das Geld (Hefte 46 bis 49) zur Sprache gebracht.

Warum dieses bereits seit Silvio Gesell Anfang des 20. Jahrhunderts bekannte und in der Stadt Wörgl in der schwierigen Zeit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre hervorragend bewährte Geldsystem nicht eingeführt wird, darüber kann man nur spekulieren.

Ebenso käme man natürlich um eine erste Rückverteilung der Geldvermögen, diesmal von oben nach unten, statt umgekehrt, nicht vorbei. Eine drastische Erhöhung der Erbschaftssteuer mit angemessenen Freibeträgen und Schonung der Betriebsvermögen, nicht aber der Spekulations- und Kapitalertragsgelder, wäre meines Erachtens ein guter Anfang. Die deutsche Regierung macht derzeit genau das Gegenteil!

Das Bedienen der Interessen der Besserverdienenden entspannt die Verteilungsproblematik nicht, sondern verschärft sie weiter. Man denke alleine an die in Deutschland anvisierten Steuererleichterungen in vielfacher Milliardenhöhe, die die bereits jetzt schon irrwitzige Staatsverschuldung von über 1.600 Milliarden Euro – und zwar ohne die über 400 Milliarden Euro, die bisher vorwiegend zur Rettung der Banken aufgewendet wurden – bald über alle Grenzen fluten lassen wird. Schon heute wird für 2013 mit einem Staatsschuldenberg von 2,1 Billionen Euro (das sind pro Kopf über 25.000 Euro!) gerechnet, was mir aber angesichts der bevorstehenden Entwicklungen als erheblich zu niedrig gegriffen erscheint! Nüchtern und pragmatisch muß man andererseits feststellen, daß es mittlerweile eigentlich völlig gleichgültig ist, ob eine noch schlimmer ausufernde Verschuldung nun stattfindet oder nicht.

Der im jetzigen Finanzsystem nicht mehr abzuwendende Zusammenbruch, der „Crash“ des Geldwesens, kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit; ob nun ein wenig früher oder später, spielt keine wesentliche Rolle! -

Das Gesundheitssystem ist krank!


Was tut not, um gegen die Krise anzutreten?
Auch das zweite Problemfeld, die Erkrankung des Menschen und der Natur, ist überdeutlich: unbezahlbare Gesundheitssysteme, die man besser als Krankheitssysteme bezeichnen würde, weltweit über eine Milliarde hungernde Menschen, der Klimawandel mit den einhergehenden Katastrophen, die Vergiftung der Umwelt mit Chemie, genmanipuliertem Saatgut, Radioaktivität usw.

Weltenweit entfernt sind die Politik und die meisten Bürger davon, die entscheidenden Fragen zu stellen, deren Beantwortung zu einer wirklichen Lösung der Problematik führen würde: Warum explodieren die Kosten im „Gesundheits“-System?

Warum werden folglich die Menschen trotz höherer Ausgaben statt gesünder immer kränker? Was hat uns eine Krankheit zu sagen? Läßt sich ein kranker Körper überhaupt nachhaltig „reparieren“, ohne daß der Betroffene seine innere Einstellung verändert? Ist Krankheit ein Feind – oder nicht vielmehr ein wertvolles seelisches Korrektiv? Könnten Krankheiten durch veränderte, bessere Gesinnungen nicht weitgehend zum Verschwinden gebracht werden? Und nicht zuletzt: Gibt es für zahlreiche Beschwerden nicht gute und preiswerte Alternativen für die teure Apparatemedizin aus der „Apotheke der Natur“? Sind die wesentlichen Einsparungsmöglichkeiten in letzter Konsequenz nicht in einer naturnäheren, gesünderen Lebensweise und verbesserten, streßfreieren Arbeitsbedingungen zu suchen?

Der „weise Mensch“ auf ökologischen Irrwegen

Auch hinsichtlich der von uns Menschen verursachten Krankheit der Natur erwecken die derzeitigen Weichenstellungen nicht gerade Hoffnungen! So werden in Deutschland beispielsweise die Luxus-Automarken mit ihrer unökologischen Modellpalette nicht angetastet; es reicht nicht einmal zu einem sinnvollen Tempolimit auf Autobahnen!

Noch kritischer zu bewerten sind die energiepolitischen Weichenstellungen durch das Festhalten an der Atomenergie und dem Neubau von Kohlekraftwerken. Sich daran zu klammern, den nachfolgenden Generationen, nach heutigem Wissensstand, für etwa eine Million Jahre Strahlenmüll zur immens gefährlichen, teuren Verwahrung und Überwachung zu hinterlassen, und das ohne ein einziges sicheres Endlager, ist doch – mit etwas Abstand betrachtet – an Wahnhaftigkeit und mangelnder Rücksicht kaum zu überbieten.

Würde die Menschheit im Jahre 900.000 n. Chr. noch bestehen, so könnte man ihr nicht verdenken, wenn sie – wie alle Generationen vorher – mit Zorn und Empörung oder mit grenzenlosem Mitleid auf die verirrte Spezies „Homo sapiens“, auf den „weisen Menschen“ des 3. Jahrtausends zurückblickt …

Hinsichtlich des Neubaues von Kohlekraftwerken ist sowieso allgemein bekannt, daß diese Form der Energieproduktion über Jahrzehnte einen nicht mehr vertretbaren CO2-Ausstoß nach sich ziehen würde und deshalb gestoppt werden müßte. Und da – entgegen den Ausführungen der Energielobby – keine „Stromlücke“, sondern ein Stromüberschuß besteht, wird der Ausbau und der Erhalt dieser veralteten, gefährlichen Technologien zwangsläufig einen Einbruch im Ausbau der erneuerbaren Energien mit sich bringen – allen anderslautenden Lippenbekenntnissen zum Trotz. Dabei gab der Ausbau der regenerativen Energien allein 2008 etwa 50.000 Menschen einen neuen, sinnvollen Arbeitsplatz. Das sind weit mehr, als in der ganzen Atomindustrie beschäftigt sind!

Die Herausforderung: das Besiegen der Sachzwänge

So sind wir anscheinend unentrinnbar in unseren Sachzwängen gefangen. Daß wir diese Sachzwänge aber, durch beständiges Handeln gegen die Natur und gegen eine gesunde Vernunft, selbst herbeigeführt haben, wird gern ignoriert. Ebenso die zwingende Folgerung, daß nach den Gesetzen der Gerechtigkeit derjenige die Sachzwänge zu beseitigen hat, der sie auch in die Welt gesetzt hat – der Mensch!

Für die Natur spielt es keine Rolle, ob wir zum Beispiel Millionen Tonnen Treibhausgase mit oder ohne Klimazertifikate ausstoßen, die wir trickreich den ärmeren Staaten abgekauft haben. Sie läßt sich davon doch nicht beeindrucken, sondern reagiert auf den tatsächlichen Befund. So sind, dem unbestechlichen Schöpfungsgesetz der Wechselwirkung entsprechend, bei dem gewählten Kurs schwerwiegende Folgen kaum zu vermeiden. Es ist nicht auszuschließen, daß bei fortschreitender Verarmung breiter Bevölkerungsschichten schwere soziale Unruhen auftreten werden, und in absehbarer Zukunft wird auch das falsche Geldsystem zusammenbrechen – mit unabsehbaren Folgen.

Das Quälen und Vergiften der Natur wird weitergehen, sich womöglich noch steigern. Nur scheint der Mensch vergessen zu haben, daß die Natur immer stärker ist und sich zu gegebener Zeit sehr wohl zu wehren weiß, denn in ihr liegt die unbezwingbare Kraft der ausgleichenden Schöpfungsgesetze, hinter denen wiederum die Allmacht des Schöpfers steht!

Und darin liegt für uns auch die entscheidende Zuversicht: daß die schweren Folgen für jeden die Chance bieten, daraus zu lernen und in Zukunft wieder sozialer zu denken und mit der Natur, nicht gegen sie zu gehen. Damit würden wir auch die destruktiven Sachzwänge besiegen und allmählich selbst wieder gesund werden!



Autor: Paul Schmitt
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  • Schöpfungsgesetze
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  • Gesetz von Geben und Nehmen
  • Zins

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