Prof. Dr. Hans Günther Bastian
Anwalt der Musik
2009 erhielt der renommierte Musikpädagoge von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände die Hans Lenz–Medaille. Durch durch Prof. Bastians umfangreiche Arbeit sind herausragende Forschungsergebnisse entstanden, die auch für den Bereich der nicht-professionellen Orchestergemeinschaften von großer Bedeutung sind. Manfred Grietens sprach mit ihm über das Thema Musikerziehung in öffentlichen Schulen.
In den Jahren 1992 bis 1998 leitete der Musikpädagoge Prof. Dr. Hans Günther Bastian eine Langzeitstudie an sieben Berliner Grundschulen, mit der er und seine Mitarbeiter wissenschaftlich aufzeigten, was ein erweiterter Musikunterricht in der Entwicklung der Kinder bewirken kann: Musik fördert die zutiefst menschlichen Qualitäten und wirkt zusätzlich unterstützend auf alle schulischen Leistungen.
Diesbezüglich hatte man vieles schon früher geahnt oder gewußt, Hypothesen waren in den Raum gestellt worden, so mancher hatte dazu zwar Erfreuliches berichten, aber keinen empirischen Nachweis erbringen können. Die Veröffentlichung der umfangreichen Ergebnisse von Professor Bastians Studie unter dem Titel „Musik(-erziehung) und ihre Wirkung“ (Schott-Verlag, 2000) wurde somit zu einem Meilenstein in der Musikpädagogik.
Die Schule ist eine entscheidende Plattform in der Entwicklung von Kindern; sie ist der Ort, an dem sich Kinder täglich viele Stunden aufhalten, wo manchmal aber gravierende Mißstände existieren: Kulturelle Fächer werden an den Rand gedrängt, diesbezügliche Unterrichtsstunden fallen aus oder werden von fachfremden Lehrkräften belegt.
So wie von der Schulpolitik heute ein Computer für jedes Kind gefordert wird, fordert Professor Bastian deshalb: „Jedem Kind ein Instrument!“ Denn Musik bringt für den Schulunterricht in jeder Hinsicht wertvolle Impulse. Dennoch lehnt Basian jede auf platten Nutzen bedachte Zweckpädagogik entschieden ab: „Ich möchte Anwalt der Musik sein!“, sagt er.
Denn bei allen durch die Forschung nachgewiesenen Verbesserungen und vorteilhaften Nebenwirkungen darf Musik nicht für außermusikalische Zwecke funktionalisiert werden, etwa um den Intelligenzquotienten zu pushen oder bessere Staatsbürger zu kreieren! Leider werden Professor Bastian solche Absichten manchmal von Kritikern unterstellt, die seine Studie selbst nie richtig gelesen oder ihr Halbwissen aus Zeitungsschlagzeilen genährt hatten.
Novalis sagte: „Mensch zu werden, ist eine Kunst!“, und ohne Argumentationsnot kann Professor Dr. Bastian hinzufügen: „Kunst kann helfen, Mensch zu werden!“ Manfred Grietens führte mit dem „Anwalt der Musik“ für die GralsWelt das folgende Gespräch.
GralsWelt: Herr Professor Bastian, wie sind Sie darauf gekommen, in den 1990iger Jahren in Berlin ihre Studie zu starten? Was gab den Anlaß dazu?
Bastian: Anlaß waren meine seinerzeitigen Studien zu musikalisch hochbegabten Jugendlichen, etwa in Gestalt der Bundespreisträger von „Jugend musiziert“, deren Ergebnisse in „Leben für Musik“ (Schott Verlag Mainz 1989) und „Jugend am Instrument“ (1991) nachlesbar sind. Neben der musikalischen Begabung zeichneten sich diese Jugendlichen durch bemerkenswerte Persönlichkeitseigenschaften aus: Sie waren intelligent, eloquent, selbstkritisch, willensstark, zielbewußt und leistungsorientiert, also keinesfalls sozial isoliert und als sogenannte Wunderkinder in Einzelhaft am Instrument verbannt.
Viele machten das Abitur mit 1.0, sie malen, sie dichten, sie komponieren, sie forschen, sie sind teils herausragende Sportler und vieles mehr. Es waren junge Menschen, die mich fragen ließen, welchen Einfluß die Musik und das Musizieren auf dieses Persönlichkeitsbild gehabt haben könnten.
GralsWelt: Wie wurde die Studie durchgeführt? Wie sah der Unterricht mit den Schülern in Berlin aus?
Bastian: In Berlin fanden wir Grundschulen mit musik-betonten Zügen. Das heißt, die Kinder lernten dort in den Schulen ein Instrument, spielten in einem oder mehreren Ensembles, und sie hatten einen durchgängigen zweistündigen Musikunterricht pro Woche.
Zudem kamen die Schüler aus sozial und bildungsmäßig eher deprivilegierten Verhältnissen, so daß sie von klassischer Musik oft völlig unberührt waren und eine Begegnung mit dieser Musik erstmals in der Schule hatten. Das war für die Ausgangsdiagnostik und die folgende Längsschnittstudie ein wesentlicher Bedingungsfaktor, um den Einfluß von Musik(-erziehung) in den dann folgenden sechs Schuljahren zu untersuchen.
GralsWelt: Worin unterscheidet sich aktives Musizieren von einem intensiven Zuhören?
Bastian: „Speaking about music is like singing about football.“ Kinder wollen Musik machen, denn Musik ist eine Tat-Sache, Kinder wollen ihrem Bewegungstrieb nachgebend singen, tanzen, spielen. Zuhören ist ein Abstraktionsgrad, der die Sinne weniger intensiv erreicht als der aktive Umgang. Die Erlebnisdimensionen der Musik „ratio, motio und emotio“ sind nur im aktiven Musizieren mit hoher Intensität erfahrbar.
Kinder sind sinnlich sinnvoll, das heißt voller Sinne. Diese erleben zu lassen heißt, Kinder leben zu lassen. Kinder wollen auf der Klaviatur der Sinnlichkeit spielen. Dann erleben sie diese Welt in einer anderen Seinsqualität. Dies gilt auch für Erwachsene, wie wir in einer Frankfurter Pilotstudie zum aktiven Singen versus Nur-Musikhören nachweisen konnten.
GralsWelt: Willi Brandt hat einmal treffend formuliert: „Die Schule der Nation ist die Schule!“ Angesichts der vielfältigen Schwierigkeiten in Gesellschaft und Kultur brauchen wir Lösungsansätze, die wirksam an die Wurzel der Probleme greifen. Wie könnten aufgrund Ihrer Ergebnisse und Erfahrungen diese Ansätze im schulischen Bereich aussehen?
Bastian: Das Musizieren in den Schulen brachte die deutlichsten Effekte im sozialen Verhalten. In den musizierenden Klassen gab es so gut wie keine abgelehnten Schüler, weil miteinander spielen, aufeinander hören, voneinander lernen zutiefst soziale Bezüge sind. „Wie kommt es, daß wir nach dem Musizieren immer so friedlich sind?“, fragte einmal eine Schülerin ihre Lehrerin. Tatsache ist: Musik ist eine soziale Kunst, die die Menschen friedfertiger machen kann.
Wer eine lebenswertere Schule haben will, der sollte Musik vom Rand in die Mitte schieben, sie sogar zum Hauptfach machen! Die Berliner Grundschulen mit Musikbetonungen sind solche anderen Schulen. Es gibt aber auch genügend Beispiele für das Gegenteil, denn die bösesten Menschen sangen ihre Lieder oft am lautesten (Fußballhooligans, Rechtsrock, Soldateska …) Spätestens seit dem KZ hat die Musik ihre Unschuld verloren. Das dürfen wir bei aller Euphorie für die Musik nie vergessen! Wir dürfen die Musik nicht zur Universalie verklären oder sie vernutzen. Dennoch gilt auch hier: abusus non tollit usum. (Anm: Mißbrauch hebt den rechten Gebrauch nicht auf!)
GralsWelt: Sie sehen ein großes Problem in der einseitigen Vorbereitung fürs Leben: Der Intellekt wird geschult, die menschlich kreativen Bereiche werden jedoch nicht genügend geweckt und gefördert. Der Verstand der heranwachsenden Kinder wird gefüttert, und die Seele verhungert, um es mal überspitzt zu sagen …
Bastian: Ich warne vor einer einseitigen Verhirnlichung unserer Kinder, vor einer Digitalisierung des Denkens, vor einer „Kopfmarterung“, wie Comenius einst kritisierte. Neben den abstrakt-logischen und kognitiven Lernformen dürfen wir die Versinnlichung nicht vergessen. Denken kommt erst durch die Schulung der Sinne in Gang – wie sonst? Thomas von Aquin mahnte schon: Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen. In vielen Klassenzimmern herrscht kreative Leere statt Lehre.
In den Spielräumen der Musik sind jene Freiräume möglich, in denen Kinder sich sinnlich erfahren dürfen, Sinn finden und damit sich selbst. Musik ist eine Chance gegen die allenthalben zu beobachtenden Sinn-Krisen unserer Zeit, ohne sie wie ein „Musikament“ mißbrauchen zu wollen.
GralsWelt: Sie und Ihre Kollegen haben mit dieser Langzeitstudie ein umfangreiches Ergebnis vorgelegt, welches wissenschaftlich aufzeigt, daß zwischen Musik und menschlicher Existenz ernstzunehmende Zusammenhänge bestehen. Niemand kann heute noch behaupten, das sei alles nur eine schöne Idee. Musik ist also kein Luxus, sondern Humus für den Menschen! Wie haben die politischen Entscheidungsträger darauf reagiert?
Bastian: Richtig, Musik ist ein Lebensmittel, ohne das wir nur schwerlich auskommen. Sie gehört zu den Grundbedürfnissen jeder Gesellschaft und ist unverzichtbar. Leider wissen zu viele Politiker zwar, was Kultur kostet, aber nur wenige, was sie wert ist. Über die öffentlichen Wirkungen unserer Wirkungsstudie waren wir Forscher selbst höchst erstaunt, denn eine solche Resonanz hatten wir nicht erwartet.
Vielleicht habe ich selbst allzu sehr die Medientrommel geschlagen, so daß ich später trotz vieler Gegendarstellungen diese dumme „Musik macht klug“-Unterstellung nicht mehr los wurde und mich heute manches Mal auch gegen meine Liebhaber verteidigen muß. Tatsache ist aber auch, daß noch nie so viel in der Öffentlichkeit über den Wert der Musik gesprochen wurde wie in den Zeiten nach der Veröffentlichung! Renommierte Tages- und Wochenzeitungen überschlugen sich mit Schlagzeilen!
Es ist außerdem viel Gutes und Nachahmenswertes geschehen. Hessen zum Beispiel – einst ein Nachhilfeland in Sachen Musik – profilierte sich unter anderem dank der Initiativen von Kultusministerin Karin Wolff zu einem musikpädagogisch und musikdidaktisch gut situierten Bundesland. Es gibt Fortbildungskurse für Fachfremde, Schwerpunktschulen Musik oder Instrumentlernen in der Schule über instrumentalen Gruppenunterricht.
GralsWelt: Als die Ergebnisse der Studie vorlagen, wurden durch die Medien leider nicht immer fachgerechte Kommentare verbreitet. Häufig waren Sachen zu lesen wie „Musikprofessor beweist: Musik macht klug“ oder „Wer Musik macht, prügelt nicht“. Wie gehen Sie mit solchen Schlagzeilen um?
Bastian: Mittlerweile habe ich gelernt, mit Schlagzeilen, die verkürzen und verstellen, zu leben. Sie werden des wohlgefälligen Moments wegen gesprochen und ungeprüft in die Welt gesetzt. Sie generalisieren unzulässig, sie überziehen und beanspruchen zu viel. Ich werde niemals müde zu sagen: Empirische Forschung kann stets nur allgemeine Probleme, die wir haben, an einer konkreten Stichprobe – Alter, Ausbildung, soziale Schicht und so weiter – und mit vorher ausgesuchten analytischen Methoden untersuchen!
Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Schlagzeilen rütteln wach und provozieren, das ist ihre primäre Funktion, und das machen sie in aller Regel gut. Ärgerlich ist nur, wenn Fachkollegen ganz offensichtlich ihr Halbwissen aus den Schlagzeilen der Tagespresse nähren, statt sich der Mühe zu unterziehen, die Studie selbst zu lesen. So transportieren sie Vorurteile, die in der Studie selbst angesprochen und widerlegt sind! Ich habe niemals den Musikunterricht über Transfereffekte legitimieren wollen, sondern einzig über fachimmanente Ziele! Dennoch hält sich dieses Gerücht länger als jeder Käsegeruch.
GralsWelt: Was bedeuten Ihre Untersuchungen für den Beruf des Musikpädagogen oder der Musikpädagogin? Wie lautet Ihre Botschaft an diese Berufsgruppe?
Bastian: Die Botschaft an die Kolleginnen und Kollegen draußen in den Schulen lautet: „Schaut, welch schönes und wichtiges Fach Ihr unterrichtet!“ Die Ergebnisse sollen ermutigen und zu einem neuen Selbstbewußtsein führen! Sie können die vielfach anzutreffende „Drop-out-Mentalität“ und die „Burnout-Symptomatik“, die bei zu vielen Musiklehrern existiert, ein Stück weit therapieren. Diese Botschaft ist auch angekommen, wie zahlreiche persönliche Briefe an den Autor und einige Rezensionen belegen.
GralsWelt: Nach Ihrer umfangreichen Studie haben Sie mit dem kleinen Taschenbuch „Kinder optimal fördern – mit Musik“ noch eine exzellente Zusammenfassung der großen Studie vorgelegt. Dieses Taschenbuch wurde auch in anderen europäischen Ländern verlegt und ist in Dänemark, Italien, Holland und Ungarn in der jeweiligen Übersetzung erhältlich. Eine englische und eine chinesische Fassung sind in Vorbereitung, und auch in Brasilien, wo seit geraumer Zeit um die Wiedereinführung des Musikunterrichts in den Grundschulen gerungen wird, erscheint das Buch in absehbarer Zeit. Was wollen Sie mit diesem Taschenbuch erreichen?
Bastian: Ich möchte eine Botschaft schicken an die politisch Verantwortlichen aller Länder dieser Welt: Laßt Eure Kinder musizieren! Sie haben ein Grundrecht darauf, weil sie alle musikalisch sind und im Musizieren eine Chance haben, sich auf eine besondere Art in dieser Welt zu befinden!
Und sich selbst zu finden! Kinder, die musizieren, erleben auch das schöne Gefühl: Ich kann etwas – ich bin etwas! Und dies führt sie zu einem Selbstwertgefühl, das Aggressionen und Gewaltbereitschaft nicht kennt und nicht braucht! Mit Musik geht zwar nicht alles besser, und sie löst per se auch keine Konflikte, aber wie viel Menschlichkeit würden wir ohne sie verlieren!
GralsWelt: Für jemanden, der – so formulierte es einmal ein Journalist – „sich ständig über das Krankenbett des deutschen Musikunterrichts beugt“, haben Sie eine erstaunlich frohe und zuversichtliche Einstellung und Ausstrahlung. Woher nehmen Sie diesen gesunden Optimismus?
Bastian: Theodor Heuss soll einmal gesagt haben: Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist. Wir haben aufgrund unserer Verantwortung für unsere Kinder und unsere künftige Gesellschaft kein Recht, Pessimisten zu sein! Wir dürfen uns nicht in der Melancholie des Unvermögens ergehen und vor der Macht der Massenmedien kapitulieren, denn dann haben wir die Kulturschlacht schon verloren.
Unsere Gesellschaft und die Menschen in ihr brauchen Musik als Freude am ästhetisch Schönen im Sinne Gadamers, am Kreativsein, als Freude am Singen und Musizieren, am Improvisieren und Inszenieren, letztlich als Freude am Leben! Unsere Gesellschaft braucht Schulen mit erweiterter Musikerziehung, weil Musik und Musizieren zur Befriedung einer zunehmend verhärtenden Gesellschaft beitragen können!
Warum also sollte ich nicht optimistisch sein? Ich glaube an die Kraft der Musik, daß sie, wie alle Kulturgüter, zu den stärksten Bindungs- und Bildungskräften einer Gesellschaft gehört, daß sie uns Toleranz, Geduld und Vernunft lehrt. Daß sie den Blick und die Herzen öffnet für andere Menschen, für andere Kulturen. Ich glaube daran, daß die Beschäftigung mit Musik, daß das eigene Musizieren und das Hören uns bereichert und beglückt. Das gilt überall auf der Welt, für Menschen jedes Alters und jeder Herkunft!
GralsWelt: Herr Bastian, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
Kinder optimal fördern – mit MusikEin Leben für Musik und Pädagogik
Hans Günther Bastian studierte an der Universität Frankfurt Lehramt in Musik, Mathematik und Kath. Theologie, 1. und 2. Staatsexamen, danach unterrichtete er zehn Jahre lang als Lehrer in verschiedensten Schulformen in Hessen. Von 1975 an war er pädagogischer Mitarbeiter an der Universität in Gießen im Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, dort studierte er Systematische Musikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Psychologie.
1980 folgten die Promotion und der Ruf auf Professur in Musikpädagogik an der Universität Bonn, danach ein Lehrstuhl in Paderborn (1985 bis 1998). Professor Hans Günther Bastian ist Gründungsdirektor des „Institutes für Begabungsforschung und Begabtenförderung in der Musik“ in Paderborn (1992). 1997 erhielt er den Ruf auf die Lehrkanzel Musikpädagogik der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg. Von 1998 bis 2005 war er Direktor des Institutes für Musikpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt.
Kinder optimal fördern – mit Musik
Dieses kleine Taschenbuch bietet auf 108 Seiten eine exzellente Zusammenfassung der Thematik. Da oftmals brisante Zustände und Tendenzen in den Medien und in der deutschen Kulturpolitik angesprochen werden, ist der Schreibstil des Autors zuweilen herzlich deftig, aber immer aufmunternd und belebend, und es gibt viel zu lachen.
„Der Beweggrund dieses Taschenbuches liegt darin, die Menschen zu mobilisieren, und zwar für die Musik“, sagt der Autor – Pädagogen, Musiker, Eltern, Schüler, Studenten, Politiker, alle Interessierten und Verantwortlichen! Dieses Buch liefert eine Vielzahl fundierter Argumente, um an unterschiedlichster Front den Kampf gegen kulturelle Verarmung und bildungspolitische Ignoranz aufzunehmen. Die Berliner Langzeitstudie hat belegt, daß die Wirkkräfte der Musik in unserer heutigen Zeit not-wendend sein können! (Verlag: Atlantis Musikbuch; ISBN-10: 3254083814, ISBN-13: 978-3254083814)
Weitere Informationen:
Der Deutsche Musikrat verschickt regelmäßig aktuelle Informationen, die kostenlos als Newsletter über www.musikrat.de angefordert werden können.
In den Jahren 1992 bis 1998 leitete der Musikpädagoge Prof. Dr. Hans Günther Bastian eine Langzeitstudie an sieben Berliner Grundschulen, mit der er und seine Mitarbeiter wissenschaftlich aufzeigten, was ein erweiterter Musikunterricht in der Entwicklung der Kinder bewirken kann: Musik fördert die zutiefst menschlichen Qualitäten und wirkt zusätzlich unterstützend auf alle schulischen Leistungen.
Diesbezüglich hatte man vieles schon früher geahnt oder gewußt, Hypothesen waren in den Raum gestellt worden, so mancher hatte dazu zwar Erfreuliches berichten, aber keinen empirischen Nachweis erbringen können. Die Veröffentlichung der umfangreichen Ergebnisse von Professor Bastians Studie unter dem Titel „Musik(-erziehung) und ihre Wirkung“ (Schott-Verlag, 2000) wurde somit zu einem Meilenstein in der Musikpädagogik.
Die Schule ist eine entscheidende Plattform in der Entwicklung von Kindern; sie ist der Ort, an dem sich Kinder täglich viele Stunden aufhalten, wo manchmal aber gravierende Mißstände existieren: Kulturelle Fächer werden an den Rand gedrängt, diesbezügliche Unterrichtsstunden fallen aus oder werden von fachfremden Lehrkräften belegt.
So wie von der Schulpolitik heute ein Computer für jedes Kind gefordert wird, fordert Professor Bastian deshalb: „Jedem Kind ein Instrument!“ Denn Musik bringt für den Schulunterricht in jeder Hinsicht wertvolle Impulse. Dennoch lehnt Basian jede auf platten Nutzen bedachte Zweckpädagogik entschieden ab: „Ich möchte Anwalt der Musik sein!“, sagt er.
Denn bei allen durch die Forschung nachgewiesenen Verbesserungen und vorteilhaften Nebenwirkungen darf Musik nicht für außermusikalische Zwecke funktionalisiert werden, etwa um den Intelligenzquotienten zu pushen oder bessere Staatsbürger zu kreieren! Leider werden Professor Bastian solche Absichten manchmal von Kritikern unterstellt, die seine Studie selbst nie richtig gelesen oder ihr Halbwissen aus Zeitungsschlagzeilen genährt hatten.
Novalis sagte: „Mensch zu werden, ist eine Kunst!“, und ohne Argumentationsnot kann Professor Dr. Bastian hinzufügen: „Kunst kann helfen, Mensch zu werden!“ Manfred Grietens führte mit dem „Anwalt der Musik“ für die GralsWelt das folgende Gespräch.
GralsWelt: Herr Professor Bastian, wie sind Sie darauf gekommen, in den 1990iger Jahren in Berlin ihre Studie zu starten? Was gab den Anlaß dazu?
Bastian: Anlaß waren meine seinerzeitigen Studien zu musikalisch hochbegabten Jugendlichen, etwa in Gestalt der Bundespreisträger von „Jugend musiziert“, deren Ergebnisse in „Leben für Musik“ (Schott Verlag Mainz 1989) und „Jugend am Instrument“ (1991) nachlesbar sind. Neben der musikalischen Begabung zeichneten sich diese Jugendlichen durch bemerkenswerte Persönlichkeitseigenschaften aus: Sie waren intelligent, eloquent, selbstkritisch, willensstark, zielbewußt und leistungsorientiert, also keinesfalls sozial isoliert und als sogenannte Wunderkinder in Einzelhaft am Instrument verbannt.
Viele machten das Abitur mit 1.0, sie malen, sie dichten, sie komponieren, sie forschen, sie sind teils herausragende Sportler und vieles mehr. Es waren junge Menschen, die mich fragen ließen, welchen Einfluß die Musik und das Musizieren auf dieses Persönlichkeitsbild gehabt haben könnten.
GralsWelt: Wie wurde die Studie durchgeführt? Wie sah der Unterricht mit den Schülern in Berlin aus?
Bastian: In Berlin fanden wir Grundschulen mit musik-betonten Zügen. Das heißt, die Kinder lernten dort in den Schulen ein Instrument, spielten in einem oder mehreren Ensembles, und sie hatten einen durchgängigen zweistündigen Musikunterricht pro Woche.
Zudem kamen die Schüler aus sozial und bildungsmäßig eher deprivilegierten Verhältnissen, so daß sie von klassischer Musik oft völlig unberührt waren und eine Begegnung mit dieser Musik erstmals in der Schule hatten. Das war für die Ausgangsdiagnostik und die folgende Längsschnittstudie ein wesentlicher Bedingungsfaktor, um den Einfluß von Musik(-erziehung) in den dann folgenden sechs Schuljahren zu untersuchen.
GralsWelt: Worin unterscheidet sich aktives Musizieren von einem intensiven Zuhören?
Bastian: „Speaking about music is like singing about football.“ Kinder wollen Musik machen, denn Musik ist eine Tat-Sache, Kinder wollen ihrem Bewegungstrieb nachgebend singen, tanzen, spielen. Zuhören ist ein Abstraktionsgrad, der die Sinne weniger intensiv erreicht als der aktive Umgang. Die Erlebnisdimensionen der Musik „ratio, motio und emotio“ sind nur im aktiven Musizieren mit hoher Intensität erfahrbar.
Kinder sind sinnlich sinnvoll, das heißt voller Sinne. Diese erleben zu lassen heißt, Kinder leben zu lassen. Kinder wollen auf der Klaviatur der Sinnlichkeit spielen. Dann erleben sie diese Welt in einer anderen Seinsqualität. Dies gilt auch für Erwachsene, wie wir in einer Frankfurter Pilotstudie zum aktiven Singen versus Nur-Musikhören nachweisen konnten.
GralsWelt: Willi Brandt hat einmal treffend formuliert: „Die Schule der Nation ist die Schule!“ Angesichts der vielfältigen Schwierigkeiten in Gesellschaft und Kultur brauchen wir Lösungsansätze, die wirksam an die Wurzel der Probleme greifen. Wie könnten aufgrund Ihrer Ergebnisse und Erfahrungen diese Ansätze im schulischen Bereich aussehen?
Bastian: Das Musizieren in den Schulen brachte die deutlichsten Effekte im sozialen Verhalten. In den musizierenden Klassen gab es so gut wie keine abgelehnten Schüler, weil miteinander spielen, aufeinander hören, voneinander lernen zutiefst soziale Bezüge sind. „Wie kommt es, daß wir nach dem Musizieren immer so friedlich sind?“, fragte einmal eine Schülerin ihre Lehrerin. Tatsache ist: Musik ist eine soziale Kunst, die die Menschen friedfertiger machen kann.
Wer eine lebenswertere Schule haben will, der sollte Musik vom Rand in die Mitte schieben, sie sogar zum Hauptfach machen! Die Berliner Grundschulen mit Musikbetonungen sind solche anderen Schulen. Es gibt aber auch genügend Beispiele für das Gegenteil, denn die bösesten Menschen sangen ihre Lieder oft am lautesten (Fußballhooligans, Rechtsrock, Soldateska …) Spätestens seit dem KZ hat die Musik ihre Unschuld verloren. Das dürfen wir bei aller Euphorie für die Musik nie vergessen! Wir dürfen die Musik nicht zur Universalie verklären oder sie vernutzen. Dennoch gilt auch hier: abusus non tollit usum. (Anm: Mißbrauch hebt den rechten Gebrauch nicht auf!)
GralsWelt: Sie sehen ein großes Problem in der einseitigen Vorbereitung fürs Leben: Der Intellekt wird geschult, die menschlich kreativen Bereiche werden jedoch nicht genügend geweckt und gefördert. Der Verstand der heranwachsenden Kinder wird gefüttert, und die Seele verhungert, um es mal überspitzt zu sagen …
Bastian: Ich warne vor einer einseitigen Verhirnlichung unserer Kinder, vor einer Digitalisierung des Denkens, vor einer „Kopfmarterung“, wie Comenius einst kritisierte. Neben den abstrakt-logischen und kognitiven Lernformen dürfen wir die Versinnlichung nicht vergessen. Denken kommt erst durch die Schulung der Sinne in Gang – wie sonst? Thomas von Aquin mahnte schon: Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen. In vielen Klassenzimmern herrscht kreative Leere statt Lehre.
In den Spielräumen der Musik sind jene Freiräume möglich, in denen Kinder sich sinnlich erfahren dürfen, Sinn finden und damit sich selbst. Musik ist eine Chance gegen die allenthalben zu beobachtenden Sinn-Krisen unserer Zeit, ohne sie wie ein „Musikament“ mißbrauchen zu wollen.
GralsWelt: Sie und Ihre Kollegen haben mit dieser Langzeitstudie ein umfangreiches Ergebnis vorgelegt, welches wissenschaftlich aufzeigt, daß zwischen Musik und menschlicher Existenz ernstzunehmende Zusammenhänge bestehen. Niemand kann heute noch behaupten, das sei alles nur eine schöne Idee. Musik ist also kein Luxus, sondern Humus für den Menschen! Wie haben die politischen Entscheidungsträger darauf reagiert?
Bastian: Richtig, Musik ist ein Lebensmittel, ohne das wir nur schwerlich auskommen. Sie gehört zu den Grundbedürfnissen jeder Gesellschaft und ist unverzichtbar. Leider wissen zu viele Politiker zwar, was Kultur kostet, aber nur wenige, was sie wert ist. Über die öffentlichen Wirkungen unserer Wirkungsstudie waren wir Forscher selbst höchst erstaunt, denn eine solche Resonanz hatten wir nicht erwartet.
Vielleicht habe ich selbst allzu sehr die Medientrommel geschlagen, so daß ich später trotz vieler Gegendarstellungen diese dumme „Musik macht klug“-Unterstellung nicht mehr los wurde und mich heute manches Mal auch gegen meine Liebhaber verteidigen muß. Tatsache ist aber auch, daß noch nie so viel in der Öffentlichkeit über den Wert der Musik gesprochen wurde wie in den Zeiten nach der Veröffentlichung! Renommierte Tages- und Wochenzeitungen überschlugen sich mit Schlagzeilen!
Es ist außerdem viel Gutes und Nachahmenswertes geschehen. Hessen zum Beispiel – einst ein Nachhilfeland in Sachen Musik – profilierte sich unter anderem dank der Initiativen von Kultusministerin Karin Wolff zu einem musikpädagogisch und musikdidaktisch gut situierten Bundesland. Es gibt Fortbildungskurse für Fachfremde, Schwerpunktschulen Musik oder Instrumentlernen in der Schule über instrumentalen Gruppenunterricht.
GralsWelt: Als die Ergebnisse der Studie vorlagen, wurden durch die Medien leider nicht immer fachgerechte Kommentare verbreitet. Häufig waren Sachen zu lesen wie „Musikprofessor beweist: Musik macht klug“ oder „Wer Musik macht, prügelt nicht“. Wie gehen Sie mit solchen Schlagzeilen um?
Bastian: Mittlerweile habe ich gelernt, mit Schlagzeilen, die verkürzen und verstellen, zu leben. Sie werden des wohlgefälligen Moments wegen gesprochen und ungeprüft in die Welt gesetzt. Sie generalisieren unzulässig, sie überziehen und beanspruchen zu viel. Ich werde niemals müde zu sagen: Empirische Forschung kann stets nur allgemeine Probleme, die wir haben, an einer konkreten Stichprobe – Alter, Ausbildung, soziale Schicht und so weiter – und mit vorher ausgesuchten analytischen Methoden untersuchen!
Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Schlagzeilen rütteln wach und provozieren, das ist ihre primäre Funktion, und das machen sie in aller Regel gut. Ärgerlich ist nur, wenn Fachkollegen ganz offensichtlich ihr Halbwissen aus den Schlagzeilen der Tagespresse nähren, statt sich der Mühe zu unterziehen, die Studie selbst zu lesen. So transportieren sie Vorurteile, die in der Studie selbst angesprochen und widerlegt sind! Ich habe niemals den Musikunterricht über Transfereffekte legitimieren wollen, sondern einzig über fachimmanente Ziele! Dennoch hält sich dieses Gerücht länger als jeder Käsegeruch.
GralsWelt: Was bedeuten Ihre Untersuchungen für den Beruf des Musikpädagogen oder der Musikpädagogin? Wie lautet Ihre Botschaft an diese Berufsgruppe?
Bastian: Die Botschaft an die Kolleginnen und Kollegen draußen in den Schulen lautet: „Schaut, welch schönes und wichtiges Fach Ihr unterrichtet!“ Die Ergebnisse sollen ermutigen und zu einem neuen Selbstbewußtsein führen! Sie können die vielfach anzutreffende „Drop-out-Mentalität“ und die „Burnout-Symptomatik“, die bei zu vielen Musiklehrern existiert, ein Stück weit therapieren. Diese Botschaft ist auch angekommen, wie zahlreiche persönliche Briefe an den Autor und einige Rezensionen belegen.
GralsWelt: Nach Ihrer umfangreichen Studie haben Sie mit dem kleinen Taschenbuch „Kinder optimal fördern – mit Musik“ noch eine exzellente Zusammenfassung der großen Studie vorgelegt. Dieses Taschenbuch wurde auch in anderen europäischen Ländern verlegt und ist in Dänemark, Italien, Holland und Ungarn in der jeweiligen Übersetzung erhältlich. Eine englische und eine chinesische Fassung sind in Vorbereitung, und auch in Brasilien, wo seit geraumer Zeit um die Wiedereinführung des Musikunterrichts in den Grundschulen gerungen wird, erscheint das Buch in absehbarer Zeit. Was wollen Sie mit diesem Taschenbuch erreichen?
Bastian: Ich möchte eine Botschaft schicken an die politisch Verantwortlichen aller Länder dieser Welt: Laßt Eure Kinder musizieren! Sie haben ein Grundrecht darauf, weil sie alle musikalisch sind und im Musizieren eine Chance haben, sich auf eine besondere Art in dieser Welt zu befinden!
Und sich selbst zu finden! Kinder, die musizieren, erleben auch das schöne Gefühl: Ich kann etwas – ich bin etwas! Und dies führt sie zu einem Selbstwertgefühl, das Aggressionen und Gewaltbereitschaft nicht kennt und nicht braucht! Mit Musik geht zwar nicht alles besser, und sie löst per se auch keine Konflikte, aber wie viel Menschlichkeit würden wir ohne sie verlieren!
GralsWelt: Für jemanden, der – so formulierte es einmal ein Journalist – „sich ständig über das Krankenbett des deutschen Musikunterrichts beugt“, haben Sie eine erstaunlich frohe und zuversichtliche Einstellung und Ausstrahlung. Woher nehmen Sie diesen gesunden Optimismus?
Bastian: Theodor Heuss soll einmal gesagt haben: Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist. Wir haben aufgrund unserer Verantwortung für unsere Kinder und unsere künftige Gesellschaft kein Recht, Pessimisten zu sein! Wir dürfen uns nicht in der Melancholie des Unvermögens ergehen und vor der Macht der Massenmedien kapitulieren, denn dann haben wir die Kulturschlacht schon verloren.
Unsere Gesellschaft und die Menschen in ihr brauchen Musik als Freude am ästhetisch Schönen im Sinne Gadamers, am Kreativsein, als Freude am Singen und Musizieren, am Improvisieren und Inszenieren, letztlich als Freude am Leben! Unsere Gesellschaft braucht Schulen mit erweiterter Musikerziehung, weil Musik und Musizieren zur Befriedung einer zunehmend verhärtenden Gesellschaft beitragen können!
Warum also sollte ich nicht optimistisch sein? Ich glaube an die Kraft der Musik, daß sie, wie alle Kulturgüter, zu den stärksten Bindungs- und Bildungskräften einer Gesellschaft gehört, daß sie uns Toleranz, Geduld und Vernunft lehrt. Daß sie den Blick und die Herzen öffnet für andere Menschen, für andere Kulturen. Ich glaube daran, daß die Beschäftigung mit Musik, daß das eigene Musizieren und das Hören uns bereichert und beglückt. Das gilt überall auf der Welt, für Menschen jedes Alters und jeder Herkunft!
GralsWelt: Herr Bastian, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
Kinder optimal fördern – mit MusikEin Leben für Musik und Pädagogik
Hans Günther Bastian studierte an der Universität Frankfurt Lehramt in Musik, Mathematik und Kath. Theologie, 1. und 2. Staatsexamen, danach unterrichtete er zehn Jahre lang als Lehrer in verschiedensten Schulformen in Hessen. Von 1975 an war er pädagogischer Mitarbeiter an der Universität in Gießen im Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, dort studierte er Systematische Musikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Psychologie.
1980 folgten die Promotion und der Ruf auf Professur in Musikpädagogik an der Universität Bonn, danach ein Lehrstuhl in Paderborn (1985 bis 1998). Professor Hans Günther Bastian ist Gründungsdirektor des „Institutes für Begabungsforschung und Begabtenförderung in der Musik“ in Paderborn (1992). 1997 erhielt er den Ruf auf die Lehrkanzel Musikpädagogik der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg. Von 1998 bis 2005 war er Direktor des Institutes für Musikpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt.
Kinder optimal fördern – mit Musik
Dieses kleine Taschenbuch bietet auf 108 Seiten eine exzellente Zusammenfassung der Thematik. Da oftmals brisante Zustände und Tendenzen in den Medien und in der deutschen Kulturpolitik angesprochen werden, ist der Schreibstil des Autors zuweilen herzlich deftig, aber immer aufmunternd und belebend, und es gibt viel zu lachen.
„Der Beweggrund dieses Taschenbuches liegt darin, die Menschen zu mobilisieren, und zwar für die Musik“, sagt der Autor – Pädagogen, Musiker, Eltern, Schüler, Studenten, Politiker, alle Interessierten und Verantwortlichen! Dieses Buch liefert eine Vielzahl fundierter Argumente, um an unterschiedlichster Front den Kampf gegen kulturelle Verarmung und bildungspolitische Ignoranz aufzunehmen. Die Berliner Langzeitstudie hat belegt, daß die Wirkkräfte der Musik in unserer heutigen Zeit not-wendend sein können! (Verlag: Atlantis Musikbuch; ISBN-10: 3254083814, ISBN-13: 978-3254083814)
Weitere Informationen:
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Autor: Manfred Grietens
