Die Tage sind wieder kürzer, draußen knistert die Kälte, und wir sehnen uns nach einem warmen, gemütlichen Plätzchen mit ein wenig Stille und Harmonie. Ein ganzes Jahr, vollgepackt mit Erlebnissen, schließt sich und möchte nochmals in Ruhe durchempfunden werden.
Apropos Gebrauchsanweisung
Anlaß zum Niederschreiben einer ganz alltäglichen Begebenheit mit meiner Nähmaschine geben zwei hochbetagte Herren aus höchsten Kreisen, deren Gespräch ich im Fernsehen miterlebte.
Manchmal spüren wir, daß unser Kraftpotential nicht unerschöpflich ist, und wir haben das dringende Bedürfnis, die Akkus neu aufzuladen …
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
Vom Wert des Verzeihens für das eigene Wohlergehen.
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
Seit der Mensch mit Hilfe der Technik über seine eigenen Kräfte hinauszuwachsen imstande ist, verändert er die Welt. Damit hat er gleichzeitig den Selbstschutz der Natur aufgehoben. Im Erfolgskarussell ist er blind geworden zu erkennen, daß auch er ein Rädchen im Weltgetriebe ist. Er kann nicht plötzlich im Alleingang die Dinge regeln, wozu die Natur Jahrmillionen gebraucht hat.
Sich Gedanken zu machen, was Freundschaft eigentlich ist, stünde jedem Menschen an, der meint, ganz ohne Freunde leben zu können …
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
Jeder weiß es mittlerweile: um unsere Mutter Erde steht es nicht zum besten, denn der Mensch hat sich leider nicht als Treuhänder der Schöpfung erwiesen. Fakt ist, daß er den Fortbestand des schönen blauen Planeten mehr und mehr gefährdet – ungeachtet der Folgen, die wir alle zu tragen haben.
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
Schönheit ist nichts Gesuchtes, Erdachtes, sondern sie war und ist immer da. Schönheit erinnert uns an die Ewigkeit. In ihrem Wohlklang schwingt Reinheit – denken wir an die Schönheit der Natur, an rauschende Bäche oder duftende, sonnendurchflutete Blumenwiesen …
Autor: Katharina Sonnenwald
Ein gutes Leben fällt uns nicht in den Schoß wie dem armen Mädchen die Sterntaler – auch wenn wir noch so vertrauensvoll den Blick nach oben richten. Wir müssen wohl oder übel unsere Geschicke selber in die Hand nehmen, sollten uns über unsere Ziele klar werden und immer wieder nach dem richtigen Weg suchen.
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
Blume für Blume formte sich ein wunderschöner Strauß aus roten Rosen, Lilien und feinem Grün. Das ist der richtige Gruß, dachte ich mir beim Anblick dieser leuchtenden Schönheit. Als ich damit den Weg zum Friedhof ging, erinnerte ich mich an den Tag vor fünf Jahren, fast der gleiche schöne Spätsommertag.
Passau am Montag um halb eins: Es ist Mittagspause, ich hole mir vom Italiener um die Ecke eine vorbestellte Mittagspizza und gebe dem Kellner an der Theke eine Handvoll abgezähltes Kleingeld mit der Bemerkung: „Müßte genau stimmen!“ Er lacht mich an und wirft die ganzen Münzen ungezählt in die Kasse.
Selten fällt einem etwas so in den Schoß wie im Märchen dem armen Mädchen die Sterntaler. Für alles, was wir an Materiellem haben möchten, müssen wir zahlen und arbeiten – der eine mehr, der andere weniger. Tag für Tag forcieren die Medien das Habenwollen in ganz subtiler Weise.
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
Stephan ist gerade mit seinem Großvater beim Wandern im Hoch- Taunus. Sie befinden sich jetzt unterhalb des letzten Steilhanges am Altkönig. Plötzlich ein bedrohliches Donnergrollen.
Eine Sendung im Radio über die Frage „Gibt es Gott oder nicht?“ ließ mich aufhorchen. Wissenschaftler, Religionsforscher, Psychologen diskutierten eifrig – die zur Zeit kursierenden Bestseller für oder gegen die Existenz eines Schöpfers mit einbeziehend – über eine Frage, die offenbar viele Menschen bewegt.
Im Miterleben der anstrengenden Vorbereitungen meiner Tochter zur Abiturprüfung wagte ich einen Gedankensprung zu den Schreckensbildern, die uns aus Japan erreichten und mir einen Vergleich mit schweren irdischen Lernstunden aufzwangen. Was müssen die Menschen momentan durchleben?! Wir erinnern uns auch an ähnliche Bilder vor ein paar Jahren in Indonesien, dann die Jahrhundertflut in Pakistan und das schlimme Erdbeben in Haiti, der Vulkanausbruch in Island … Es scheint mir, als könnte man diese Liste endlos fortführen, als ob wir uns mitten in den Abschlußprüfungen unserer Lebensschule befinden.
„Fahr zua!“ – Dieser flotte Spruch eines deutschen Kabarettisten, den ich meistens beim Autofahren im Radio höre, paßt so gut auf die Geschichten, die mir im Straßenalltag begegnen.
Weshalb der „globale Bewußtseinswandel“ in uns selbst beginnt.
Durch meinen Beruf habe ich oft Kontakt zu älteren Menschen. Ich höre und sehe, wie sich im Alter vieles zum Schlechten, zum Oberflächlichen entwickelt. Und doch liegt es mir am Herzen, Verständnis und Liebe füreinander zu fördern, damit im Älterwerden eine Chance erkannt wird und man es nicht als Krankheit betrachtet, die man mit allen Mitteln zu bekämpfen versucht.
Jeder kennt die Sage, in der Siegfried den gefürchteten Lindwurm tötet. Das Baden im Drachenblut hätte den sieghaften Jüngling unverwundbar gemacht … wäre da nicht das kleine Lindenblättchen gewesen. Der Wind hatte es geradewegs zwischen Siegfrieds Schulterblätter geweht, wo es unbemerkt verhinderte, daß das Drachenblut die Haut berührte. Auf diese Weise behielt der junge Mann eine kleine, verwundbare Stelle.
Autor: Hildegard Willms-Beyárd
„Lach, wenn’s zum Heulen nicht reicht!“ – Dieser Spruch, den mir vor vielen Jahren eine gute Freundin schenkte, hat mich schon manches Mal „über Wasser“ gehalten.