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WOCHE 6 | 2012

Wie kann man seine Fähigkeiten nutzen?

Mich quält eine gewisse Orientierungslosigkeit. Ich würde gerne etwas tun, was meinen Talenten und Fähigkeiten entspricht – aber wie finde ich diese? Wie erfahre ich, was meine Aufgabe, meine Berufung ist? Ich möchte, daß das unangenehme Empfinden, das mein Leben begleitet, ein Ende hat.

Wichtig ist, sich bei der Suche nach Fähigkeiten in keinen „theoretischen Raum“ hineinzugrübeln und dabei – womöglich in zunehmender Unzufriedenheit – das im eigenen Leben Naheliegende zu übersehen. Die Suche nach dem idealen Beruf, der nur Freude bereitet, in dem man Bestleistungen erbringt und sich „so richtig verwirklichen kann“ usw. bleibt oft deshalb erfolglos, weil diese Suche abseits des praktischen, täglichen Lebens, insofern also in einem theoretischen Raum erfolgt.

Nur wenige Menschen tragen eine ganz bestimmte Fähigkeit in sich, die ihr Erdenleben von Beginn an prägt, den Beruf und die Lebensausrichtung gewissermaßen vorherbestimmt. Auch bieten nicht viele Berufe jene Rahmenbedingungen, die man sich für seine eigene Entwicklung vielleicht als ideal vorstellt, und bestimmte Probleme und Hürden, die überwunden werden wollen, zeigen sich überall.

Es kann daher weiterführend sein, anstatt des (vermeintlich) Idealen das im Moment Sinnvollste zu suchen und den Blick dabei weniger auf eigene Wünsche und Vorstellungen zu richten. Sinnvoll ist im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zum Beispiel alles das, womit man Gutes bewirken kann, was dem eigenen und dem Wohl anderer Menschen dient und vor allem, was konkret umsetzbar (und nicht nur theoretisch möglich) ist.

Etwas Sinnvolles bringt unmittelbar Befriedigung, weil damit der menschliche Wesenskern, der Geist, zur Entfaltung kommen kann. Auch geht es in der Suche nach besseren Entfaltungsmöglichkeiten oft gar nicht so sehr um die Frage, was man tut, sondern wie man eine Aufgabe erfüllt. Denn wo immer man steht, kann man Gegebenheiten verbessern, Mitmenschen helfen, sinnvolle neue Wege entwickeln, also aufbauend wirken.

Wichtig ist auch, daß eine Tätigkeit, die zu einem erfüllten, glücklichen Leben führen soll, weder über-, noch unterfordert.

Auf der Suche nach den eigenen Talenten und Fähigkeiten kann auch ein bewußter Blick zurück hilfreich sein: Wovon habe ich schon als Kind geträumt? Welchen Dingen wollte ich mich schon immer zuwenden? Welche Tätigkeiten haben mich immer ganz besonders angesprochen? Wofür wollte ich schon oft mehr Zeit haben?

Es kann für die eigene innere Entwicklung sehr wichtig sein, den im Stillen drängenden Wünschen Raum für die Entfaltung zu geben. Vielleicht sollte das Leben durch ein kreatives Hobby, durch eine soziale Tätigkeit oder eine sportliche Betätigung neue „Würze“ finden; vielleicht steht sogar eine grundlegendere Änderung an.

Naheliegende Gelegenheiten und sinnvolle Möglichkeiten für eine neue Lebensausrichtung sollten jedenfalls genutzt werden – das „unangenehme Empfinden“ drängt nicht ohne Grund zum Nachdenken und zur Suche nach neuen Wegen.

Doch eine solche Suche sollte nicht nur ein vordergründig angenehmeres Leben zum Ziel haben. Es wird, was immer man unternimmt, auch anstrengende Phasen zu bewältigen geben. Für niemanden bietet das Erdenleben nur Sonnenschein, und wir sollten unsere Kräfte nicht daran verschwenden, alles Unangenehme aus unserem Leben entfernen zu wollen – denn gerade auch darin liegen Möglichkeiten zur persönlichen Reife.

 

Weitere Fragenbeantwortungen finden Sie auch in dem Buch "100 Antworten auf große Lebensfragen"

 


Wichtig ist, sich bei der Suche nach Fähigkeiten in keinen „theoretischen Raum“ hineinzugrübeln und dabei – womöglich in zunehmender Unzufriedenheit – das im eigenen Leben Naheliegende zu übersehen. Die Suche nach dem idealen Beruf, der nur Freude bereitet, in dem man Bestleistungen erbringt und sich „so richtig verwirklichen kann“ usw. bleibt oft deshalb erfolglos, weil diese Suche abseits des praktischen, täglichen Lebens, insofern also in einem theoretischen Raum erfolgt.

Nur wenige Menschen tragen eine ganz bestimmte Fähigkeit in sich, die ihr Erdenleben von Beginn an prägt, den Beruf und die Lebensausrichtung gewissermaßen vorherbestimmt. Auch bieten nicht viele Berufe jene Rahmenbedingungen, die man sich für seine eigene Entwicklung vielleicht als ideal vorstellt, und bestimmte Probleme und Hürden, die überwunden werden wollen, zeigen sich überall.

Es kann daher weiterführend sein, anstatt des (vermeintlich) Idealen das im Moment Sinnvollste zu suchen und den Blick dabei weniger auf eigene Wünsche und Vorstellungen zu richten. Sinnvoll ist im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zum Beispiel alles das, womit man Gutes bewirken kann, was dem eigenen und dem Wohl anderer Menschen dient und vor allem, was konkret umsetzbar (und nicht nur theoretisch möglich) ist.

Etwas Sinnvolles bringt unmittelbar Befriedigung, weil damit der menschliche Wesenskern, der Geist, zur Entfaltung kommen kann. Auch geht es in der Suche nach besseren Entfaltungsmöglichkeiten oft gar nicht so sehr um die Frage, was man tut, sondern wie man eine Aufgabe erfüllt. Denn wo immer man steht, kann man Gegebenheiten verbessern, Mitmenschen helfen, sinnvolle neue Wege entwickeln, also aufbauend wirken.

Wichtig ist auch, daß eine Tätigkeit, die zu einem erfüllten, glücklichen Leben führen soll, weder über-, noch unterfordert.

Auf der Suche nach den eigenen Talenten und Fähigkeiten kann auch ein bewußter Blick zurück hilfreich sein: Wovon habe ich schon als Kind geträumt? Welchen Dingen wollte ich mich schon immer zuwenden? Welche Tätigkeiten haben mich immer ganz besonders angesprochen? Wofür wollte ich schon oft mehr Zeit haben?

Es kann für die eigene innere Entwicklung sehr wichtig sein, den im Stillen drängenden Wünschen Raum für die Entfaltung zu geben. Vielleicht sollte das Leben durch ein kreatives Hobby, durch eine soziale Tätigkeit oder eine sportliche Betätigung neue „Würze“ finden; vielleicht steht sogar eine grundlegendere Änderung an.

Naheliegende Gelegenheiten und sinnvolle Möglichkeiten für eine neue Lebensausrichtung sollten jedenfalls genutzt werden – das „unangenehme Empfinden“ drängt nicht ohne Grund zum Nachdenken und zur Suche nach neuen Wegen.

Doch eine solche Suche sollte nicht nur ein vordergründig angenehmeres Leben zum Ziel haben. Es wird, was immer man unternimmt, auch anstrengende Phasen zu bewältigen geben. Für niemanden bietet das Erdenleben nur Sonnenschein, und wir sollten unsere Kräfte nicht daran verschwenden, alles Unangenehme aus unserem Leben entfernen zu wollen – denn gerade auch darin liegen Möglichkeiten zur persönlichen Reife.

 

Weitere Fragenbeantwortungen finden Sie auch in dem Buch "100 Antworten auf große Lebensfragen"

 



Autor: Werner Huemer
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Nachschlagworte

  • Orientierungslosigkeit
  • Talent
  • Berufung

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